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Geschäftsführerin Cathrine Batdorf

Großes Autohaus ist pleite

Traditionshaus Buchner + Linse meldet Insolvenz an

München - Die Krise der Automobilbranche hat ein weiteres Opfer gefordert. Das Münchner Traditions-Autohaus Automag Buchner + Linse ist zahlungsunfähig.

Am Freitag sei beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt worden, sagte Geschäftsführerin Cathrine Batdorf. Alle Rettungsversuche seien gescheitert. Automag Buchner + Linse verkauft seit 80 Jahren BMW und ist der letzte selbstständige BMW- Vertragshändler am BMW-Stammsitz in München. Das Unternehmen beschäftigt knapp 200 Mitarbeiter.

Grund für die Insolvenz sei vor allem der Preisverfall bei Gebrauchtwagen, klagte Batdorf. Der von BMW kalkulierte Restwert sei zu hoch angesetzt und auf dem derzeit engen Markt nicht mehr zu erzielen. “Mit Leasingrückläufern ist nichts mehr zu verdienen.“ Pro Fahrzeug habe die Abweichung zuletzt bei bis zu 2000 Euro gelegen. Selbst gute Geschäft im Service und bei Reparaturen hätten dies zuletzt nicht abfedern können. “Die Verluste im Gebrauchtwagenbereich konnten wir mit nichts mehr auffangen.“

Mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter werde nun nach einem Käufer für das Unternehmen gesucht, sagte Batdorf. “Die einzige Möglichkeit ist nun, dass uns eine größere Gruppe übernimmt.“ Interessenten gebe es. “Ich gehe mal davon aus, dass zwei Investoren oder BMW selbst in den Startlöchern stehen.“

Ein Sprecher von BMW sagte auf Anfrage, mit dem Insolvenzverwalter werde nun nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht. BMW werde sein Niederlassungsnetz aber nicht ausbauen. Vorwürfe, Niederlassungen und unabhängige Händler würden ungleich behandelt, wies er zurück. “Wir haben in Deutschland 250 selbstständige Händler. Die würden auf die Barrikaden gehen.“

Auch beim Restwertrisiko komme BMW den Händlern entgegen. Der Händler müsse maximal eine Abweichung von drei Prozent schultern. Den Rest trage BMW. “Damit kommen alle anderen Händler zurecht. Die schaffen es, in diesen Zeiten Rendite zu erwirtschaften. Die Marktbedingungen sind für alle gleich.“

dpa/lby

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