Transnet: Bahn will bundesweit 100 Verkaufsstellen schließen

- Berlin - Die Deutsche Bahn will nach Angaben der Gewerkschaft Transnet bundesweit 100 Verkaufsstellen schließen. Davon seien vor allem kleinere Orte in ländlichen Regionen betroffen, teilte die Gewerkschaft in Berlin mit.

<P>Zudem sollten in diesem und im kommenden Jahr in den Reisezentren der Bahn rund 1000 Stellen abgebaut werden. "Das schlechte Ergebnis im Fernverkehr soll jetzt offenbar ausgebügelt werden," sagte Transnet-Chef Norbert Hansen.</P><P>Die Bahn bestätigte diese Zahlen nicht. Notwendige Personalmaßnahmen würden sozialverträglich erfolgen, teilte der Konzern mit. Zudem wies die Bahn daraufhin, dass sich immer mehr Kunden für den Ticketkauf per Automat oder Internet entscheiden. Zur Zeit gebe es rund 600 Reise-Zentren in den Bahnhöfen, 3900 Reisebüros und Agenturen sowie 9300 Fahrkartenautomaten.</P><P>Laut Transnet müsse mit verkürzten Öffnungszeiten und Schalter-Schließungen gerechnet werden. Nach Ansicht der Gewerkschaft spart die Bahn am falschen Ende. Die Masse der Tickets werde weiterhin im Reisezentrum und in den Reisebüros abgesetzt. Nur sieben Prozent würden über das Internet verkauft, 20 Prozent über Automaten.</P><P>Die Gewerkschaft kündigte Aktionen gegen den Stellenabbau an. "Nach unseren Vorstellungen können mit besseren Service mehr Kunden gewonnen werden. Mehr Kunden bedeuten mehr Umsatz und damit Erhalt von Arbeitsplätzen", sagte Hansen.</P>

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