Transportleistung auf der Schiene erreicht 2006 Höchststand

Boom: - Frankfurt/Berlin - Die Transportleistung auf der Schiene in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Erstmals wurden mehr als 100 Milliarden Tonnenkilometer gezählt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

Im Vergleich zu 2005 stieg die Transportleistung auf den Schienen um 10,8 Prozent auf 105,8 Milliarden Tonnenkilometer. Rund 88 Milliarden davon entfielen auf die Deutsche-Bahn-Tochter Railion, das ist ein Anteil von 83 Prozent. Die Transportleistung errechnet sich aus dem transportierten Gewicht multipliziert mit der zurückgelegten Strecke. Zu den am häufigsten transportierten Waren gehörten Metalle, Kohle und Mineralölerzeugnisse.

Das Bündnis "Allianz pro Schiene" sprach von einem "europaweit beispiellosen Boom". "Ein Viertel des gesamten Schienengüterverkehrs in Europa findet heute schon in Deutschland statt, und Deutschland baut seine Vorreiterstellung in Europa Jahr für Jahr aus", sagte Geschäftsführer Dirk Flege in Berlin. Eine Prognose, die das Bundesverkehrsministeriums in Auftrag gegeben habe, erwarte für das laufende Jahr bei der Verkehrsleistung erneut ein stärkeres Wachstum auf der Schiene (3,8 Prozent) als auf der Straße (3,4 Prozent).

Gemessen allein am Warenaufkommen wurden 2006 laut Bundesamt 8,0 Prozent mehr Güter registriert, insgesamt waren dies 342,8 Millionen Tonnen. Bei der Transportmenge wurde der Höchststand im Jahr 1992 gemessen. Ursache für die unterschiedliche Entwicklung von Menge und Leistung ist, dass die Güter häufiger über lange Strecken transportiert werden - etwa durch die Zunahme von Im- und Exporten, bei denen auch im Inland längere Strecken zurückgelegt werden.

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