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Der Anfang vom Ende: Karstadt und Telekom hatten Happy Digits gegründet, stiegen aber schon vor Monaten aus.

Trauriges Ende für Happy Digits

München - Schluss mit lustig: Das Bonuskartenprogramm Happy Digits wird eingestellt. Schon jetzt können in keinem einzigen Geschäft der bisherigen Partnerunternehmen mehr Punkte gesammelt werden.

„Bei den klassischen stationären Partnern ist zum 1. Oktober Schluss“, sagte Frank Pohl, Sprecher des Happy-Digits-Betreibers Customer Advantage Program (CAP), auf Anfrage unserer Zeitung. Im Internet könne bei einigen Unternehmen, darunter Condor, Zooplus und Baby-Walz, dagegen noch bis Ende November gesammelt werden.

Um die bereits erhaltenen Punkte müssen sich die 20 Millionen Kunden von Happy Digits nach Pohls Aussage keine Sorgen machen. Die Regelung, dass die Punkte ab dem Tag ihrer Sammlung 36 Monate lang gegen Prämien getauscht werden können, bleibe bestehen. „Der Betrieb wird in diesem Zeitraum nicht eingestellt, die Punkte können noch eingelöst werden“, verspricht Pohl. Ob die Marke Happy Digits darüber hinaus doch in irgendeiner Form weiterleben wird, vermag er nicht zu sagen. „Das wäre Glaskugel-Leserei.“

Der Niedergang des Bonussytems, das 2002 von der Telekom und der mittlerweile insolventen Warenhauskette Karstadt gegründet worden war, hat sich bereits vor Monaten angekündigt. Zunächst trat die Telekom ihre Anteile an Karstadt ab, dann zog sich die Kaufhauskette aus dem Programm zurück, um eine eigene Kundenkarte zu etablieren. Es folgten erst Tengelmann und nun die übrigen Partner – unter ihnen sind neben anderen der Autovermieter Sixt, die Sportschuhkette Runners Point, der Stromanbieter Yello und die Hotelkette Best Western.

Der Grund für die jüngsten Entscheidungen: Der Ausstieg der ersten Partner hat dem System offenbar zu viel Attraktivität geraubt. „Dadurch, dass einige große Unternehmen die Zusammenarbeit mit Happy Digits eingestellt haben, gehen auch unseren Kunden viele Möglichkeiten zum Sammeln verloren“, erklärte Kerstin Bohmann, Marketing-Managerin bei Runners Point.

Ihr Unternehmen werde – wie wohl etliche bisherige Happy-Digits-Kunden – zum Marktführer Payback wechseln, so Bohmann. Der Autovermieter Sixt kündigte unterdessen an, dass seine Kunden die Vorteile, die die Bonuskarte neben dem Sammeln von Punkten bot, weiterhin nutzen könnten. Die Happy-Digits-Karte könne in eine Sixt Gold Card umgetauscht werden, deren Besitzern ebenfalls Rabatte auf Mietwagen gewährt würden, sagte ein Firmensprecher.

von Andreas Zimniok

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