Starke Zahlen trotz großer Investitionsphase

Triebwerksbauer MTU setzt seine Rekordserie fort

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München – Es gibt Unternehmen, deren Geschäftszahlen hektische Kursausschläge auslösen. Beim Münchner Triebwerksbauer MTU ist das nicht der Fall.

Schon die Überschrift signalisierte gestern: Alles wie gehabt. „2016 erneut Umsatz- und Ergebnisrekord“ stand da – wie bereits 2015 und 2014. Man muss weit im Kalender zurückblicken, um ein Jahr zu finden, in dem Umsatz und Gewinn einmal nicht gewachsen sind. 2009 war eines. Damals war Finanzkrise.

2016 erreichte die MTU einen Umsatz von 4,73 Milliarden Euro (plus 6,7 Prozent) und ein operatives Ergebnis von 503 Millionen Euro (plus 14,2 Prozent), von dem nach Steuern und Zinsen 345 Millionen übrig blieben (plus 12,5 Prozent).

Das Erstaunliche an der Rekordserie ist vor allem, dass der Luftfahrtkonzern seit Jahren bei jeder Gelegenheit verkündet, dass er eigentlich gerade dabei ist, zu säen. Die Erntephase gehe eigentlich erst 2018 los, weil dann die großen Investitionen auf absehbare Zeit abgeschlossen sind. Das sind vor allem Entwicklungen für die so genannten GTF-Triebwerke von Pratt & Whitney, an denen der Münchner Konzern beteiligt ist.

Die Triebwerke unter anderem für den Airbus A320 Neo und die C Serie von Bombardier gelten als besonders effizient und leise. Sie haben aber wegen Mängeln beim Serienanlauf viel von ihrem guten Ruf eingebüßt.

Die Turbulenzen beim Serienhochlauf haben der MTU nicht geschadet. Der Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler erwartet ein erneutes Rekordjahr. „Mit dem Jahr 2017 wollen wir die größte Investitionsphase in der Geschichte der MTU bei anhaltend profitablem Wachstum abschließen.“ Dann beginnt offiziell die Ernte.

Martin Prem

Rubriklistenbild: © d pa

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