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Die Troika hat der portugiesischen Regierung am Premierminister Coelho mehr Zeit gewährt

Defizit soll langsamer abgebaut werden

"Troika" gibt Portugal mehr Zeit

Lissabon - Die internationalen Geldgeber haben dem hoch verschuldeten Euroland Portugal mehr Zeit zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen gewährt.

Das Ziel der Erreichung des von Brüssel erlaubten Haushaltsdefizits von 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sei um ein Jahr auf 2014 verschoben worden, sagte Finanzminister Vitor Gaspar am Dienstag in Lissabon zum Abschluss des fünften Evaluierungsbesuchs der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF).

Für das laufende Jahr sei das Defizitziel von 4,5 auf 5,0 Prozent gelockert worden, für 2013 seien jetzt 4,5 (statt 3,0) Prozent erlaubt, und 2014 wolle man ein Minus von höchstens 2,5 Prozent erzielen, sagte Gaspar. Trotz jüngster Rückschläge habe die Troika die Sanierungsbemühungen der Mitte-Rechts-Regierung von Pedro Passos Coelho gewürdigt und von „signifikanten Fortschritten“ gesprochen.

Portugal, das seit 2011 am internationalen Finanztropf hängt, hatte bisher bei der Sanierung der Staatsfinanzen Erfolg. Vor zwei Wochen hatte das Finanzministerium allerdings eingeräumt, man werde wegen eines Einbruchs der Steuereinnahmen in Folge der Rezession das für 2012 festgelegte Haushaltsdefizit-Ziel von 4,5 Prozent ohne zusätzliche Sparmaßnahmen nicht mehr erreichen.

dpa

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