Tropensturm "Rita" treibt Preis in die Höhe

- New York/Wien - Der Sturm "Rita" vor der US-Küste hat die Ölpreise wieder in die Höhe getrieben. Rohöl der Sorte WTI zur Oktoberauslieferung stieg am Montag im Vergleich zum Vorwochenschluss im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um zwei Prozent auf 64,25 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Opec erwägt angesichts der unberechenbaren Ölmärkte eine "flexible" Erhöhung seiner täglichen Förderquoten um bis zu zwei Millionen Barrel.

Der Hurrikan "Rita" könnte erneut die Öl- und Erdgasgebiete im Golf von Mexiko und in Texas bedrohen. Der Heizölpreis legte um 3,3 Prozent und der Benzinpreis um 3,5 Prozent zu. Erdgas verteuerte sich sogar um 3,5 Prozent. WTI-Öl hatte einen Rekordstand mit 70,85 Dollar je Barrel am 30. August erreicht. Erst vor drei Wochen hatte der Hurrikan "Katrina" schwere Schäden angerichtet.

Es dürfte noch Monate dauern, ehe die volle Öl- und Erdgasproduktion aufgenommen werden kann. Sollte es weitere sturmbedingte Produktionsausfälle oder Raffinerieschäden geben, könnten die Energiepreise laut US-Marktexperten erneut in die Höhe gehen.

Die zusätzlichen bis zu zwei Millionen Barrel Opec-Öl könnten "je nach Bedarf" auf den Markt gebracht werden, verlautete aus den Kreisen der Organisation Erdöl exportierender Länder. Eine endgültige Entscheidung fällt voraussichtlich am heutigen Dienstag.

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