Trotz der Dürre: Die Preise für Lebensmittel steigen nur begrenzt

- München - Die andauernde Dürre wird die Lebensmittelpreise aus Expertensicht nicht drastisch in die Höhe treiben. Zwar zeichnen sich vor allem bei Obst und Getreide Ernteeinbußen ab, wie die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle der Landwirtschaft (ZMP) mitteilte. Höhere Rohstoffkosten könnten aber nur begrenzt auf die Preise der Endprodukte durchschlagen.

<P>So liege der Anteil des Mehls am Preis einer Semmel bei maximal einem Cent. Ein kleines Glas Bier enthalte Braugerste für etwa einen halben Cent.</P><P>Auch bei den Fleischpreisen dürften die Auswirkungen eher gering sein, wenn Getreide als Futtermittel knapper und damit teurer werde, sagte ZMP-Referatsleiter Rainer Stratmann. Müsse ein Viehzüchter für Getreide fünf Prozent mehr zahlen, erhöhe das die Kosten pro Schwein gerade um 1,20 Euro.</P><P>Insgesamt sei 2003 mit weniger als 40 Millionen Tonnen eine der schlechtesten Getreideernten der vergangenen Jahre zu erwarten. Bedroht seien Erträge vieler Landwirte vor allem in der Mitte und im Osten Deutschlands, während die Lage im Westen und Norden vielfach besser sei.</P><P>Die Getreideversorgung in Deutschland sei aber auch angesichts der großen Lagerbestände keineswegs in Gefahr. Auf die Gemüsepreise, die weiterhin unter dem langjährigen Schnitt lägen, habe die Trockenheit kaum Einfluss, da Gemüse zu 80 Prozent auf bewässerbaren Feldern angebaut werde. Die Wärme habe das Wachstum sogar teils angetrieben, sagte ZMP-Abteilungsleiter Hans-Christoph Behr.</P><P>Obst sei dagegen teurer geworden. Neben der Dürre liege dies aber vor allem an Frost in der Blütezeit im Frühjahr. Bei Äpfeln, Nektarinen und Pfirsichen sei mit höheren Preise zu rechnen.<BR></P>

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