Trotz guter Bilanz: Inbev streicht 360 Jobs

- München - Trotz exzellenter Bilanzzahlen will der weltgrößte Braukonzern Inbev bis zum Sommer rund 360 Arbeitsplätze streichen - fast die Hälfte davon in Deutschland. An den Standorten in München, Bremen, Stuttgart, Hannover, Issum und Wernigerode fallen insgesamt 160 Arbeitsplätze weg, alle in der Verwaltung. In München gehen vermutlich 19 Stellen verloren.

Man wolle effektiver und kosteneffizienter arbeiten, heißt es in einer Pressemitteilung des belgisch-brasilianischen Konzerns, der seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent auf 11,67 Milliarden Euro steigern konnte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um 15,3 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro.

Firmentransaktionen und der Einkauf für Deutschland, Belgien, Luxemburg und Ungarn sollen künftig von einem neuen Servicecenter in Ungarn aus abgewickelt werden. An einem neuen tschechischen Standort werden die Exportaktivitäten für Deutschland und die Tschechische Republik gebündelt. Bis Ende Juni entstehen in den beiden Ländern insgesamt 295 Stellen. "Die sind natürlich vom Lohnniveau günstiger als in Westeuropa", sagte Jörg Schillinger, Inbev-Pressesprecher.

"Wer solche Synergieeffekte nicht erwartet hat, der hat nicht richtig hingeschaut", meinte Walter König, Pressesprecher des Bayerischen Brauerbunds. Inbev versicherte indessen, der Konzern wolle weiterhin "offensiv" in seine Münchner Marken - Franziskaner, Löwenbräu und Spaten - investieren.

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