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Die Apfelernte läuft noch auf Hochtouren.

Vom Bodensee bis Franken

Trotz Hitze: Bayerische Obstbauern mit Apfelernte zufrieden

Lindau - Die Apfelernte läuft noch auf Hochtouren. Doch schon jetzt gibt es zufriedene Gesichter bei den Obstbauern in Bayern: Sie rechnen mit einer guten Ernte. Der heiße und trockene Sommer hat den Äpfeln nicht groß geschadet.

Trotz der langen Hitzeperiode im Sommer rechnen die Obstbauern in Bayern mit einer guten Apfelernte. Die Menge der Früchte mit Sonnenbrand, die nicht haltbar und daher unverkäuflich sind, halte sich in Grenzen, sagt Helmut Jäger, Vorsitzender der Obstregion Bodensee und Vorstand des Bayerischen Erwerbsobstbauverbandes. Der in der Bodensee-Region zu erwartende Ertrag von 215 000 Tonnen liege zwar etwas unter dem langjährigen Durchschnitt. „Insgesamt können wir aber zufrieden sein“, sagt der Lindauer Obstbauer.

Die Apfelernte läuft noch auf Hochtouren, die verschiedenen Sorten werden nacheinander gepflückt. „Etwa die Hälfte ist eingebracht, nach dem Elstar sind wir jetzt bei Gala, danach geht es mit Jonagold weiter“, sagt Jäger. Die letzten Sorten kommen Ende Oktober von den Bäumen. Das Wetter sei zum Ernten derzeit ideal: „Die Nächte sind kalt, die Tage sonnig und warm - besser könnte es für die Reifung kaum sein“, schwärmt der Experte. Durch den Temperaturunterschied von Tag und Nacht bekäme das Obst seine Ausfärbung. „Wir haben wunderschön gefärbte und ausgereifte Äpfel.“

Der Bodenseeraum ist das größte Apfelanbaugebiet in Bayern und Baden-Württemberg und bundesweit das zweitgrößte nach dem Alten Land bei Hamburg. Auf 7000 Hektar wirtschaften hier rund 1400 Obstbauern. Durch die unterschiedliche Witterung zur Blütezeit sei der Ertrag von Betrieb zu Betrieb verschieden, sagt Jäger. „Am westlichen Bodensee wird die Ernte in diesem Jahr etwas geringer ausfallen. Dort war es zur Blütezeit etwas kälter.“ Ein oder zwei Grad könnten da schon viel ausmachen.

Regen habe es während der Hitzewelle in der gesamten Bodensee-Region gegeben. „Das ist unser Glück, dass es hier immer wieder mal Gewitter gibt. Andere Regionen wie Franken hat die Trockenheit schlimmer erwischt“, sagt Jäger. Wenn die Früchte zu wenig Wasser bekommen, wachsen sie nicht.

Doch auch die fränkischen Obstbauern sind mit dem Apfeljahr zufrieden, wie Thomas Riehl, Geschäftsführer des Vereins Fränkische Obstbauern, sagt. Wegen der Trockenheit habe man zwar viel bewässern müssen und die Früchte ausgedünnt, wodurch der Ernteertrag etwas geringer ausfällt als im Vorjahr. „Aber die Qualität ist gut und die Farbe der Äpfel sehr schön.“

dpa

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