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Ersatzzüge sind laut Bahn nicht vorhergesehen. 

830 Flüge abgesagt

Trotz Pilotenstreiks: Die Bahn verzichtet auf Zusatzzüge

Berlin - Der Freitag gehört zu den Hauptreisetagen der Bahn. Nun kommt der Pilotenstreik bei der Lufthansa hinzu. Die Bahn bleibt dennoch gelassen.

Die Deutsche Bahn will auch am Freitag trotz des Lufthansa-Streiks keine Sonderzüge einsetzen. „Das ist nicht geplant“, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag auf Anfrage in Berlin. Die zusätzlichen Lufthansa-Passagiere könnten mit den regulären Zügen befördert werden. An mehreren Knotenpunkten stünden - wie immer - Ersatzzüge bereit, die im Bedarfsfall eingesetzt werden könnten. „Das ist aber nicht absehbar“, betonte der Sprecher. Er wies zugleich auf die übliche große Nachfrage am Freitagnachmittag hin und riet zu einer Sitzplatzreservierung.

Für diesen Freitag hat die Lufthansa 830 Flüge abgesagt, weil die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) den dritten Tag in Folge zu einem Streik aufgerufen hat. Betroffen seien nahezu ausschließlich die Kurz- und Mittelstrecken mit rund 100 000 Passagieren, teilte das Unternehmen mit.

Nach Angaben der Lufthansa wurden am Mittwoch rund 2200 Flugtickets in Bahnfahrscheine umgewandelt. Eine ähnliche Größenordnung sei für Donnerstag zu erwarten, sagte eine Sprecherin. Die Bahn befördert im Fernverkehr täglich etwa 360 000 Fahrgäste. Der Bahnsprecher wies darauf hin, dass die meisten Inlandsflüge inzwischen von Töchtern der Lufthansa abgewickelt werden, die derzeit nicht bestreikt würden.

Der Fernbusanbieter Flixbus spricht von einer steigenden Nachfrage auf Metropolverbindungen wie Berlin-München und Frankfurt-Paris. Dort gebe es bis zu zehn Prozent mehr Buchungen als sonst, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

dpa

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