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Die EZB hält an ihrer Warnung fest - auch ihr Chef Jean Claude Trichet

Trotz Privatbeteiligung: EZB hält an Warnung fest

Frankfurt/Main - Die EZB bleibt trotz der Einigung zwischen Frankreich und Deutschland bei ihrer Sichtweise. Jean-Claude Trichet warnt vor den Folgen der Privatbeteiligung, falls diese ausbleiben.

Nach der deutsch-französischen Einigung zur Beteiligung privater Gläubiger am neuen Hilfspaket für Griechenland hält die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer Warnung vor einem drohenden Kreditausfall fest. “An unserer Sichtweise hat sich nichts geändert“, sagte eine Sprecherin am Freitag in Frankfurt. Die EZB habe hinreichend erklärt, dass jede private Beteiligung absolut freiwillig erfolgen müsse. Europas oberster Währungshüter Jean-Claude Trichet hatte mehrfach betont, dass die Notenbank es nicht für ratsam halte, wenn Banken und Versicherungen zu Hilfen verpflichtet würden. Der EZB-Präsident warnte vor den Folgen eines Vorgehens, das Ratingagenturen als Zahlungsausfall bewerten könnten: “Wir wollen auf jeden Fall alle Szenarien vermeiden, die einen Kreditausfall gleichkommen oder als solcher verstanden werden“.

In diesem Fall dürfte die Notenbank griechische Anleihen nicht mehr als Sicherheiten für ihre Refinanzierungsgeschäfte akzeptieren. Das könnte zu einem Kollaps griechischer Banken führen, die derzeit am Tropf der Notenbank hängen. EZB-Ratsmitglied Lorenzo Bini Smaghi sagte am Freitag in Stockholm, die strengen Regeln der EZB schützten am Ende die Steuerzahler. Sie sorgten dafür, dass die Geldpolitik nicht dazu missbraucht wird, bankrotte Regierungen freizukaufen.

dpa

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