Trotz Rezession: Top-Manager langen kräftig zu

- München - Die westdeutschen Manager haben trotz Wirtschaftskrise vergleichsweise üppige Gehaltserhöhungen kassiert. Laut mehreren Studien bekamen Führungskräfte im abgelaufenen Jahr durchschnittlich 3,4 % mehr, die Chefs der großen Konzerne 3,5%. Das ist deutlich mehr, als ihre Angestellten hinzu verdienten - obwohl viele Firmen schlechte Ergebnisse erwirtschafteten.

<P>Die Gehälter der Manager sind damit seit Anfang 2000 um 12 % geklettert. Zum Vergleich: Die Tarifgehälter ihrer Beschäftigten stiegen im gleichen Zeitraum nur um 7,6 %, die Renten um 5,8%. Die Spannbreite bei den Manager-Gehältern sei sehr groß, berichtete die Unternehmensberatung Kienbaum, die für ihre Studie 6700 Führungspositionen untersucht hatte. Die meisten leitenden Angestellten im Westen verdienen zwischen 50 000 und 100 000 Euro. Von Gehaltskürzungen blieben fast alle Führungskräfte verschont. Sie müssen aber mit stärker leistungsabhängigen Bezügen rechnen, sagte Projektleiter Christian Näser: "Viele Unternehmen mischen ihre Vergütungspakete neu."</P><P>Am besten zahlten die Branchen Pharma, Medizin, Biotechnik, Chemie und Mineralölverarbeitung ihre Chefs: In der ersten Führungsebene gab es durchschnittlich 110 000 Euro. Manager mit Doktortitel verdienen branchenübergreifend im Mittel 131 000 Euro.</P><P>Mehr gönnten sich die Top-Manager der Dax-Konzerne im katastrophalen Börsenjahr 2002. Laut offiziellen Schätzungen bekamen die 30 Chefs rund 3,5 Prozent mehr. Sie verdienten im Schnitt jeweils 2,12 Millionen Euro. Die Anteilseigner mussten im gleichen Zeitraum zum Teil zweistellige Kursverluste hinnehmen. </P><P> </P>

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