Trotz Winter: Lage auf dem Arbeitsmarkt erfreulich

Nürnberg - Der deutsche Arbeitsmarkt hat auch im Februar kaum an Schwung verloren - und das trotz Schnee und Eis. Nach Einschätzung von Bankvolkswirten ist die Zahl der Arbeitslosen auf dem Vormonatssniveau geblieben oder sogar leicht gesunken.

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Nach ihren Berechnungen waren im zu Ende gegangenen Monat rund 3,32 Millionen Männer und Frauen arbeitslos. Das wären rund 10 000 bis 20 000 weniger als im Januar. Lediglich Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld hält angesichts des harten Winters einen Anstieg der Erwerbslosenzahl um 25 000 auf bis zu 3,37 Millionen für möglich. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit an diesem Dienstag (1. März) in Nürnberg bekanntgeben. Unabhängig von Saisoneffekten sehen alle von dpa befragten Volkswirte den deutschen Arbeitsmarkt in einer soliden Verfassung. “Konjunkturell stehen die Zeichen am Arbeitsmarkt weiter auf Aufschwung“, betonte etwa Hypovereinsbank-Volkswirt Alexander Koch. Und auch DZ-Bankökonom Glenn Marci ist überzeugt: “Auf dem Arbeitsmarkt ist noch weiterer Schub drin“. Sie verweisen dabei nicht nur auf die gute Auftragslage der Unternehmen, sondern auch auf die gute Konsumstimmung in Deutschland.

Gestützt hatte die Bundesagentur den Optimismus der Experten am Montag mit Rekordzahlen bei offenen Stellen. Schon seit Jahren hätten Unternehmen nicht mehr so viele Arbeitskräfte gesucht wie derzeit, berichtete die Bundesagentur. Jobsucher haben damit auf dem deutschen Arbeitsmarkt derzeit so gute Einstellungschancen wie schon lange nicht mehr. Der sogenannte Beschäftigungsindex BA-X habe im Februar mit 166 Punkten sogar über dem Maximum des letzten Aufschwungs gelegen. Der aktuelle Februarwert liegt nach BA-Angaben sechs Punkte höher als der für Januar ermittelte Indikator.

“Inwieweit der BA-X in den kommenden Monaten noch weiter steigt, bleibt abzuwarten. Aktuell signalisieren die Betriebe auf jeden Fall hohe Einstellungsbereitschaft; sie berichten teilweise von Problemen, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu finden“, kommentierte die Bundesagentur die aktuelle Entwicklung. Weiter großen Bedarf an Arbeitskräften melden Zeitarbeitsunternehmen; etwa jede dritte offene Stelle kommt aus der Verleiherbranche. Aber auch der Handel, der Bausektor, die Gastronomie und der Gesundheitssektor suchen aktuell neue Mitarbeiter.

dpa

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