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Präsident Trump leitet zunächst keine schärferen Maßnahmen gegen Übernahmen von US-Firmen ein. Foto: Pablo Martinez Monsivais

Modernisierung angestrebt

Trump sieht von hartem Kurs gegen China-Investitionen ab

Vor allem in der Technologie-Branche befürchten die USA Diebstahl geistigen Eigentums und Bedrohungen für die nationale Sicherheit durch Investoren aus China. Präsident Trump leitet dennoch zunächst keine schärferen Maßnahmen gegen Übernahmen von US-Firmen ein.

Washington (dpa) - Entspannungssignal im Handelsstreit: US-Präsident Donald Trump verzichtet vorerst auf ein hartes Durchgreifen gegen chinesische Investitionen in US-Technologie.

Das Weiße Haus setzt zunächst auf eine Modernisierung bereits bestehender Regeln und sieht von zusätzlichen Maßnahmen ab, wie die Regierung am Mittwoch in Washington mitteilte. An der Börse war die Erleichterung groß - Anleger hatten eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Peking befürchtet.

Der Kongress habe bei der Gesetzgebung zum Schutz von US-Technologien vor schädlichen Übernahmen aus dem Ausland bereits deutliche Fortschritte gemacht, verkündete Trump in einem Statement. Sollte es jedoch verfehlt werden, "die Kronjuwelen der US-Technologie" und geistiges Eigentum besser vor Akquisitionen zu schützen, die die nationale Sicherheit und die Wirtschaft bedrohten, so werde die Entwicklung strikterer Maßnahmen angewiesen.

Zuletzt hatten Berichte über bevorstehende Beschränkungen von China-Investitionen auf eine weitere Zuspitzung des Handelsstreits schließen und die Nervosität an den Finanzmärkten steigen lassen. Dabei ging es etwa darum, Firmen, die zu 25 Prozent oder mehr in chinesischem Besitz sind, vom Kauf von Unternehmen aus dem US-Technologiesektor auszuschließen.

Die Prüfung und Kontrolle von ausländischen Investitionen ist in den USA vor allem im Hightech-Bereich ein großes Thema. Vertreter der US-Regierung sehen insbesondere Übernahmen durch chinesische Firmen als großes Risiko. Trump blockte zuletzt den Übernahmeversuch des US-Chipkonzerns Qualcomm durch den in Singapur ansässigen Rivalen Broadcom. Die zuständige US-Behörde CFIUS hat auch schon Transaktionen deutscher Unternehmen wie Infineon und Aixtron wegen nationaler Sicherheitsbedenken durchkreuzt.

Zuletzt sorgte in den USA zudem der Fall des chinesischen Telekom-Konzerns ZTE für Aufsehen, der wegen Sanktionsverstößen zu einer Milliardenstrafe und einem Managementwechsel verdonnert wurde. Eigentlich war ZTE auch vom Zugang zu US-Technologien ausgeschlossen worden, woraufhin die Produktion weitgehend stilllegt werden musste. Dann schaltete sich Trump ein, um Chinas Präsidenten Xi Jinping einen "persönlichen Gefallen" zu tun. Anfang Juni gab es eine Einigung, durch die ZTE das US-Geschäft fortsetzen könnte. Der Deal ist jedoch höchst umstritten und wird von vielen US-Abgeordneten abgelehnt.

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