Was tun, wenn alles nicht klappt? So retten Sie den Lebenslauf

- München - Was tun, wenn alles nichts hilft? Wenn zum Ausbildungsstart am 1. September noch immer keine Lehrstelle gefunden ist? Die vier "letzten Tipps" des Arbeitsamts haben vor allem einen Hintergrund: Lieber irgendwas lernen als nichts tun. "Jede Lücke im Lebenslauf erschwert die Bewerbung im nächsten Jahr", sagt Ulrike Sommer, die zuständige Abschnittsleiterin beim Arbeitsamt München.

<P>September nicht Schluss</P><P>Ihr dringendster Ratschlag: weitersuchen. Wenn das Ausbildungsjahr begonnen hat, kann kurzfristig eine Lehrstelle frei werden - bis in den Februar hinein. Zwischen 8. und 19. September bieten die Arbeitsämter Sprechstunden an, in denen sich Jugendliche ohne Anmeldung bei Beratern informieren können. Vergangenes Jahr blieben allein in München 933 Stellen offen. "Die Jugendlichen müssen flexibel sein", sagt Sommer. Und: "Irgendeine Lehrstelle ist besser als keine."<BR><BR>Vorbereiten</P><P>Auch für das "BVJ", das Berufsvorbereitungsjahr, gibt es Anfang September in München noch Restplätze. Zielgruppe sind Jugendliche (oft ohne Abschluss), die nirgends genommen wurden. Bezahlt wird der Unterricht von öffentlichen Stellen. Die Teilnehmer werden ein Jahr lang berufsspezifisch in Theorie und Praxis an die Lehre herangeführt.<BR><BR>Kurse vom Amt</P><P>Ein weiteres Angebot sind berufsvorbereitende Maßnahmen, also Kurse und Lehrgänge von bis zu einem Jahr Dauer, die das Arbeitsamt als Notlösung vermittelt und zahlt. "Wir befürchten aber, dass die Plätze vorn und hinten nicht reichen", sagt Expertin Sommer. Zielgruppe sind berufsunreife Jugendliche, die noch Förderung brauchen.<BR><BR>Praktikum</P><P>Theoretisch können Jugendliche auch ein Praktikum beginnen oder jobben. Allerdings müssen sie beachten, dass sie drei Jahre lang berufschulpflichtig sind. Unter Umständen müsste ein Praktikum deshalb für einen Berufsschul-Block unterbrochen werden.</P>

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