TV-Hersteller Loewe schlüpft unter Schutzschirm

Kronach - Der schwer angeschlagene TV-Gerätehersteller Loewe will seine Existenz mit einem sogenannten Schutzschirmverfahren sichern.

Wie Loewe am Dienstag mitteilte, soll beim Amtsgericht Coburg Antrag auf Einleitung eines solchen Verfahrens für die Loewe AG und die Tochter Loewe Opta GmbH gestellt werden. „Alle anderen in- und ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten weiter wie bisher und nehmen nicht am Verfahren teil.“ Loewe werde weiter vom bestehenden Vorstand geführt. Der Hersteller hatte zuletzt mitgeteilt, dass aufgrund hoher Verluste mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sei, und berief eine Hauptversammlung für Ende Juli ein.

Der Aktienkurs von Loewe brach unmittelbar nach Veröffentlichung der Mitteilung ein - in der Spitze um rund 27 Prozent auf 1,45 Euro. Später erholte sich die Aktie wieder etwas und notierte am späten Vormittag bei rund 1,80 Euro.

Das von Loewe angestrebte Schutzschirmverfahren soll betroffene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger schützen, ohne die Geschäfte einem Insolvenzverwalter zu überlassen. Es ähnelt dem aus den USA bekannten Gläubigerschutz („Chapter 11“). In Deutschland gibt es diese Möglichkeit noch nicht lange. Sie beruht auf dem Gesetz zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen, das im März 2012 in Kraft trat.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax schließt etwas leichter
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich auch am Freitag vorwiegend zurückgehalten. Wie schon während der vergangenen zwei Handelstage …
Dax schließt etwas leichter
Zwei Milliarden Euro Schaden wegen Rastatter Bahnsperrung
Rastatt/Berlin (dpa) - Der Einbruch der Bahn-Tunnelbaustelle in Rastatt und die folgende Sperrung der Rheintalbahn haben nach einer Studie einen volkswirtschaftlichen …
Zwei Milliarden Euro Schaden wegen Rastatter Bahnsperrung
Stickoxid-Messstationen sollen überprüft werden
In vielen deutschen Städten werden hohe Stickstoffdioxidwerte gemessen. Doch sind die Werte korrekt? Die EU sagt: ja. Die Verkehrsminister wollen die Messungen …
Stickoxid-Messstationen sollen überprüft werden
VW-Abgasskandal: KBA muss Umwelthilfe Akteneinsicht gewähren
Erfolg für die Deutsche Umwelthilfe: Das Kraftfahrtbundesamt muss Schriftverkehr mit VW im Zusammenhang mit der Rückrufaktion im Abgasskandal herausgeben. Das Amt hatte …
VW-Abgasskandal: KBA muss Umwelthilfe Akteneinsicht gewähren

Kommentare