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Die Schweizer Großbank UBS hat 2017 wegen der US-Steuerreform deutlich weniger verdient. Foto: Melanie Duchene

Wegen US-Steuerreform

UBS-Gewinn bricht ein

Die Steuerreform von US-Präsident Trump trifft Banken besonders hart - so auch die UBS. Doch die Schweizer Großbank sieht sich auf Kurs. Beim anstehenden Umbau spielt ein deutscher Manager eine wichtige Rolle.

Zürich (dpa) - Die Schweizer Großbank UBS hat 2017 wegen der US-Steuerreform deutlich weniger verdient. Operativ lief es dagegen sehr gut und das Geldhaus hat inzwischen wieder genug Kapital, um einen Teil davon über Aktienrückkäufe und steigende Dividenden an die Aktionäre zurückzugeben.

Zudem will die UBS das zentrale Geschäft mit der Vermögensverwaltung vereinfachen und die bisher zum Teil getrennt agierenden Sparten zusammenlegen, wie der Credit-Suisse- und Deutsche-Bank-Konkurrent am Montag in Zürich ankündigte.

Der Überschuss der UBS war im vergangenen Jahr um 64 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken (990 Mio Euro) gefallen. Grund dafür ist, dass die UBS wie viele anderen Banken auch wegen der von US-Präsident Donald Trump vorangetriebenen Steuerreform im vierten Quartal hohe Abschreibungen auf Steueransprüche in den Vereinigten Staaten vornehmen musste. Bei der UBS beliefen sie sich auf 2,9 Milliarden Franken. Dies sorgte für einen Verlust im vierten Quartal. Ohne diese Belastung wäre der Überschuss deutlich gestiegen.

Die Dividende soll trotz des Gewinneinbruchs um acht Prozent auf 0,65 Franken erhöht werden. Künftig soll die direkte Gewinnbeteiligung der Aktionäre im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen.

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich trotz des Verlusts im Schlussquartal zufrieden. "2017 war ein hervorragendes Jahr für uns", sagte er laut Mitteilung. Die Bank könne dank der inzwischen besseren Planbarkeit der Vorgaben seitens der Regierungen ein "neues Kapitel aufschlagen". Dabei sollen alle Bereiche wachsen, mehr in Technologie investiert werden und eine attraktive Rendite für die Aktionäre erwirtschaftet werden.

Eine wichtige Rolle dabei spielt Ex-Commerzbank-Chef Martin Blessing, der seit September 2016 bei der Schweizer Großbank ist. Er wird ab 1. Februar gemeinsam mit Tom Naratil die frisch zusammengelegte Sparte mit der Vermögensverwaltung der Bank leiten. Der Bereich ist das mit Abstand wichtigste Segment der UBS - im vergangenen Jahr steuerte es mit rund 16 Milliarden Franken etwas mehr als die Hälfte zu den operativen Erträgen bei. Beim operativen Gewinn lag der Anteil sogar bei mehr als 60 Prozent.

Blessing ist damit neben dem früheren Bundesbank-Präsidenten Axel Weber der zweite Deutsche, der eine zentrale Funktion bei der UBS einnimmt. Weber, der zuvor auch als Nachfolger von Josef Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank gehandelt worden war, ist seit Mai 2012 Verwaltungsratspräsident der UBS.

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