Ude: Stadtsparkasse wird nicht verkauft

- München - Trotz der eklatanten Finanznot der Stadt München kommt ein Verkauf der Stadtsparkasse für OB Christian Ude nicht in Frage. Bestrebungen der EU-Kommission nach Privatisierung der öffentlich-rechtlichen Geldhäuser in Deutschland erteilte Ude, der auch Chef des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse ist, eine Absage. "Ich werde mich dem massiv widersetzen", sagte er vor dem Wirtschaftsbeirat der Stadtsparkasse, der zum zweiten Mal tagte.

<P>Gastreferent des Abends war Professor Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Er präsentierte Vorschläge zur Reform des Standorts Deutschland. Sinn forderte eine Verlängerung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 38 auf 42 Stunden, trat für Öffnungsklauseln in den Tarifverträgen ein und forderte die Einführung einer "Kinderrente". <BR><BR>Diese hätte zur Folge, dass nur Eltern mit mindestens drei Kindern in den Genuss der vollen Rente kommen würden, Kinderlose hingegen Abschläge hinnehmen müssten.<BR><BR>Sparkassenchef Harald Strötgen gab dem Beirat einen ersten Überblick über die Geschäftsentwicklung seines Instituts im ersten Halbjahr 2003. Zum Stichtag 30. Juni sank die Bilanzsumme demnach um 2,3% auf 13,17 Milliarden Euro, verglichen mit dem 31. Dezember 2002. Dennoch erwartet der Vorstandsvorsitzende ein Jahresergebnis "auf dem guten Stand von 2002". </P><P>Die Stadtsparkasse, Münchens drittgrößter Gewerbesteuerzahler, werde ihre Zahlungen an die Stadtkasse im bisherigen Umfang aufrecht erhalten. Strötgen kündigte an, auf betriebsbedingte Kündigungen auch in Zukunft zu verzichten. Allerdings will Strötgen die Wertpapierabwicklung einem externen Dienstleister übertragen.<BR></P><P> </P><P> </P><P> </P>

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