+
Rupert Murdoch sucht nach einem Verkäufer

Laut CNBC

Über 60 Milliarden Dollar: Disney und Fox kommen bei Gesprächen voran

Der US-Unterhaltungsriese Disney steht laut US-Medien vor der Übernahme großer Geschäftsteile des Rivalen 21st Century Fox.

Die Gespräche zwischen den Konzernen seien auf der Zielgeraden, ein mehr als 60 Milliarden US-Dollar (50,76 Mrd Euro) teurer Deal könne möglicherweise bereits in der kommenden Woche verkündet werden, berichtete der Sender CNBC am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Es geht demnach um den Verkauf etlicher Fernsehsender sowie des traditionsreichen Hollywood-Studios 20th Century Fox. Die Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern.

Comcast war auch interessiert

Vor rund einem Monat hatte es bereits Berichte gegeben, der Fox-Konzern von Medien-Mogul Rupert Murdoch suche nach einem Käufer und wolle sich künftig auf seine Nachrichten- und Sportkanäle konzentrieren. Nachdem sich die Parteien zunächst nicht einigen konnten, sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen worden sein. Laut CNBC hat auch der US-Konkurrent Comcast Interesse an Fox, doch Disney soll derzeit die besseren Karten haben.

Wenn ein Verkauf zustande käme, würde dies die Medienbranche umkrempeln: Zu Murdochs Reich gehören außer dem legendären Filmstudio 20th Century Fox Teile des britischen Bezahlsenderkonzerns Sky sowie wichtige politische TV-Sender in den USA wie Fox News. Neben 21st kontrolliert Murdoch den Verlagskonzern News Corp, unter dessen Dach das „Wall Street Journal“ und die „New York Post“ erscheinen. Zu Walt Disney wiederum gehören neben den weltberühmten Studios zahlreiche Unterhaltungs- und Sportsender, Freizeitparks sowie eine Kreuzfahrt-Flotte.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Unethische Gier“? Deutsche Lebensversicherer schwächeln - und geben Millionen an Mutterkonzerne ab
Den deutschen Lebensversicherern drohen Finanzprobleme. Das hält sie aber offenbar nicht davon ab, Millionen-Gewinne an ihre Mutterkonzerne abzuführen.
„Unethische Gier“? Deutsche Lebensversicherer schwächeln - und geben Millionen an Mutterkonzerne ab
Merkel berät mit Auto-Konzernchefs wegen Diesel-Fahrverbot
Seit Wochen gibt es in der Bundesregierung Kontroversen über Diesel-Nachrüstungen. Nach Fahrverboten und vor Landtagswahlen kommt Bewegung in die Debatte. Eine Lösung …
Merkel berät mit Auto-Konzernchefs wegen Diesel-Fahrverbot
Bericht: Peking sagt Handelsgespräche mit den USA ab
Der Handelskonflikt zwischen den USA und China erreicht an diesem Montag eine neue Eskalationsstufe. Dann greifen weitere Strafzölle. Reißt jetzt auch der Gesprächsfaden …
Bericht: Peking sagt Handelsgespräche mit den USA ab
Kreml: Russland könnte Nord Stream 2 allein bezahlen
Moskau (dpa) - Russland kann die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 im Falle von US-Sanktionen gegen europäische Partner nach eigenen Angaben auch allein …
Kreml: Russland könnte Nord Stream 2 allein bezahlen

Kommentare