Was Sie über Laptops wissen sollten

München - Tragbare auf der Überholspur: 2007 wurden mehr mobile Computer verkauft als Schreibtischmodelle. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Notebook-Kauf.

- Wie entwickeln sich die Preise für Notebooks?

Billigangebote wie der Eee-PC für 299 Euro werden den Preisdruck weiter verstärken. Daher könnte es sich lohnen, mit dem Kauf noch etwas zu warten. Einstiegsmodelle wird es für weniger als 700 Euro geben. Spitzenmodelle aber kosten weiterhin 2000 Euro und mehr.

- Wie groß sollte der Monitor sein?

Das richtet sich danach, ob das Notebook vor allem daheim oder unterwegs verwendet wird. Es gibt Größen zwischen 7 und 21 Zoll. Die meisten Notebooks haben einen Bildschirm mit 15 Zoll, was einen guten Kompromiss zwischen mobilem und Desktop-Ersatz darstellt und auch eine vollwertige Tastatur ermöglicht. Die Monitorgröße ist auch eine Preisfrage, ab 17 Zoll wird es teurer.

- Was ist der Unterschied zwischen einem spiegelnden und einem matten Display?

Wird ein Monitor als "Clear", "Bright" oder "Crystal" bezeichnet, handelt es sich um ein "Glare-Type-Display" mit einer glänzenden Beschichtung. Diese stellt Farben kontrastreicher dar als herkömmliche matte Displays. Nachteil: Auf der Oberfläche sind Reflexionen von störenden Lichtquellen wie Fenster oder Lampe zu sehen.

- Was bedeutet die Auflösung beim Monitor?

Je größer die Auflösung, desto feiner werden Details dargestellt. Ein 17-Zoll-Monitor hat meist eine Auflösung von 1440 mal 900 Pixel (Bildpunkten). Höherwertig sind Monitore mit 1680 mal 1050 oder 1920 mal 1200 Pixel.

- Was ist beim Prozessor zu beachten?

Der Prozessor sollte speziell für mobile Geräte entwickelt und entsprechend stromsparend sein. Sowohl Intel als auch AMD stellen auf der Cebit neue Angebote für mobile Geräte vor. In den preiswerteren Geräten werkelt meist ein einfacher Celeron von Intel. Wenn mehr Leistung gefragt ist, kommen vielfach die Doppelkern-Prozessoren (Core 2 Duo) des Marktführers zum Einsatz. Bei der Taktrate benötigt man nur dann mehr als zwei Gigahertz, wenn rechenintensive Programme oder Computerspiele laufen sollen.

- Wie viel Arbeitsspeicher sollte das Notebook haben?

Das hängt vor allem vom Betriebssystem und der Art der Anwendungen ab. Bei Windows Vista und aufwendigen Grafikprogrammen wie Photoshop sollten es mindestens zwei Gigabyte sein. Zurzeit profitieren die Verbraucher von niedrigen Preisen. Bei der Bauart der DRAM-Chips ist der Typ DDR 2 Standard. Der erst vereinzelt eingebaute neue Typ DDR 3 verspricht einen schnelleren Datentransfer und geringeren Energieverbrauch.

- Brauche ich einen besonderen Grafikchip?

Nur wenn Computerspiele oder Grafikanwendungen intensiv genutzt werden. Dann sollte das Notebook einen leistungsfähigen 3D-Grafikchip z.B. der Marken Nvidia GeForce oder ATI Mobility Radeon haben. Für Office- und Internet-Anwendungen genügt ein einfacher Grafikchip auf der Hauptplatine.

- Was ist ein SSD-Speicher?

Die "Solid State Disk" ist eine Alternative zur herkömmlichen Festplatte. Dabei handelt es sich um einen Flash-Speicher, wie er auch bei Digitalkameras oder MP3-Playern verwendet wird. Die SSD hat zwar eine geringere Kapazität als eine Festplatte, ist aber robuster und beim Lesezugriff schneller und daher für einen mobilen Dauereinsatz zu empfehlen.

- Wie stelle ich die Internet-Verbindung her?

Standard sind ein Kabelanschluss für DSL und integriertes WLAN für die drahtlose Verbindung. Einige Notebooks für Privatanwender kommen jetzt auch mit eingebauter UMTS-Technik auf den Markt. Dafür benötigt man eine Mobilfunk-SIM-Karte. Bei der Nutzung fallen entsprechende Kosten an.

- Auf welche Anschlüsse ist zu achten?

Ein Notebook sollte neben dem Netzanschluss (Ethernet) wenigstens zwei USB-Plätze für externe Geräte haben. Eine zusätzliche Firewire-Schnittstelle ermöglicht den besonders schnellen Datentransfer von der digitalen Profi-Kamera oder einer externen Festplatte. Für den Anschluss an einen externen Monitor, an ein Fernsehgerät oder einen Beamer ist mindestens eine VGA-Schnittstelle oder ein TV-Ausgang erforderlich. Bessere Qualität bieten die digitalen Anschlüsse mit DVI oder HDMI.

- Kann ich mit einem Notebook von Apple auch Windows-Dateien öffnen?

Ja. Das MacBook unterstützt alle Standardformate. Bei manchen Formaten müssen zusätzliche Programme wie das kostenlose OpenOffice installiert werden. Mit Hilfe der integrierten Technik "Bootcamp" kann man parallel auch Windows auf dem Mac-Notebook installieren.

- Was ist der Unterschied zwischen einem Notebook und einem Laptop?

Es gibt keinen.

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