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Die Verhandlungen um den Verkauf des Autoherstellers Saab gehen voran.

Überlebenschancen für Saab steigen

Stockholm - Die Überlebenschancen für den schwedischen Autohersteller Saab sind gestiegen. “Die Wahrscheinlichkeit, dass der Verkauf klappt, wird größer“, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Der US-Mutterkonzern General Motors verhandelt mit dem niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker um die rettende Übernahme.

Es könne durchaus sein, dass noch am Dienstagabend ein Abschluss verkündet werde, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Dienstag aus Unternehmenskreisen. Am Montag hatte GM-Chef Ed Whitacre von “fortgeschrittenen Gesprächen“ mit dem Kaufinteressenten Spyker berichtet. Er machte aber gleichzeitig klar, dass sich beide Seiten schnell einigen müssten. Sonst will er Saab wie geplant abwickeln.

Zuvor hatte sich die Investorengruppe um Formel-1-Boss Bernie Ecclestone als Interessent zurückgezogen. Damit sind noch zwei Bieter im Rennen. Favorit ist Spyker. Zum aktuellen Stand der Verhandlungen schweigen die Unternehmen offiziell.

Über das Wochenende hatten sich Spyper und General Motors angenähert. Laut der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg hat Spyker-Chef Victor Muller den Amerikanern 75 Millionen Dollar in bar und Vorzugsaktien seines Unternehmens im Wert von 325 Millionen Dollar angeboten. Darüber hinaus soll GM 100 Millionen Dollar aus der Kasse von Saab nehmen dürfen.

Die US-Amerikaner verlangen allerdings, dass Spyker auch den langfristigen Betrieb sicherstellen kann. GM will verhindern, dass die angeschlagene Tochter nach einem Verkauf unkontrolliert abstürzt. Momentan ist laut Unternehmenskreisen noch genug Geld vorhanden, dass ein Sozialplan erstellt und die Zulieferer bezahlt werden können.

Sollten die Verhandlungen mit Spyker letztlich doch platzen, stünde noch eine Investorengruppe um den ehemaligen MAN-Chef Hakan Samuelsson bereit. Allerdings dürften deren Chancen gering sein. GM-Chef Whitacre zeigte sich in den vergangenen Wochen wenig angetan von den vorliegenden Angeboten.

Whitacre drängt auf eine schnelle Lösung bei Saab, weil er den GM-Konzern noch in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückbringen will. Die schwedische Tochter schreibt seit ihrer Zugehörigkeit zu General Motors fast durchgängig rote Zahlen. Deshalb gehört sie zu den Marken, die auf der Abschussliste stehen. Die Einstellung von Pontiac und Saturn ist bereits beschlossene Sachen, die Hummer- Geländewagen hat GM nach China verkauft.

GM war im vergangenen Jahr in die Insolvenz geschlittert. Nur dank einer 50 Milliarden Dollar umfassenden Finanzspritze der US-amerikanischen und der kanadischen Regierung gelang der Neustart. Whitacre räumt nun kräftig auf. Mit einer neuen Mannschaft und neuen Modellen will er das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Er setzt unter anderem auf Elektrofahrzeuge. dpa das/hs xx z2 gö

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