Im Überlebenskampf: Delta verkauft Tochter

- Atlanta - Die amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines verkauft die Regionalfluglinie Atlantic Southeast Airlines (ASA) für 425 Millionen Dollar (346 Mio Euro) in bar an die US-Fluggesellschaft Sky-West. Dies hat Delta bekannt gegeben. Die Delta-Aktien legten daraufhin nachbörslich um 30 Prozent auf 1,81 Dollar zu. Die Transaktion ist wegen eines möglichen Delta-Insolvenzverfahrens mit vielen Auflagen zu Gunsten von Sky-West verbunden.

Damit beschafft sich die finanziell schwer angeschlagene Airline dringend benötigte Finanzmittel. Ob sie und andere mögliche Vermögensverkäufe allerdings ausreichen werden, um einen Gang zum Insolvenzrichter zu vermeiden, ist noch offen.

Die amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor/s hat die Delta-Aktien aus ihren beiden wichtigsten Börsenbarometern entfernt, dem S&P-500- und dem S&P-100-Index. Dort werden sie durch die Immobilienfirma Public Storage bzw. durch den weltgrößten Baumaschinenhersteller Caterpillar ersetzt, teilte Standard & Poor/s mit. Die Delta-Aktien hätten nur noch einen Gesamtwert von 200 Millionen Dollar und lägen damit auf Platz 500.

Delta hatte Ende Juni noch 1,7 Milliarden Dollar in der Kasse, doch habe sie bis Jahresende Verpflichtungen von zwei Milliarden Dollar, berichtete die "New York Times". Die Gesellschaft könnte bald Insolvenzschutz suchen, erklärte die Zeitung. Der Delta-Verwaltungsrat habe telefonisch die wenigen verbleibenden Optionen des Unternehmens diskutiert. Delta hat nach Angaben der Zeitung seit Anfang 2001 Gesamtverluste von fast zehn Milliarden Dollar verbucht.

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