Übernahmepoker um British Energy geht weiter - Angebot reicht nicht

London - Der Übernahmepoker um den Atomstrom-Anbieter British Energy geht nun doch weiter. Man habe keine Angebote erhalten, die den wirklichen Wert des Unternehmens widerspiegelten, obwohl einige Übernahmeangebote von verschiedenen Seiten eingegangen seien, teilte das Energie-Unternehmen am Montagabend mit.

Keine der Offerten habe über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag von 7,35 Pfund gelegen. Der Aufsichtsrat habe deutlich gemacht, dass solche Angebote den Wert für die Aktionäre nicht ausreichend widerspiegelten, hieß es. Es würden weiter Gespräche mit Interessenten geführt.

Die französische Zeitung "La Tribune" hatte am Montag berichtet, die Briten hätten die Offerte des französischen Staatskonzerns EDF akzeptiert. EDF habe sein Angebot um 3 Milliarden Euro auf nun rund 14 Milliarden Euro aufgestockt. Auch die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, die Briten hätten sich grundsätzlich für die Franzosen entschieden.

Im Gespräch für eine Übernahme von British Energy sind auch der spanische Konzern Iberdrola und der deutsche Energieriese RWE. Das Unternehmen hat 6000 Mitarbeiter und betreibt acht Atomkraftwerke in Großbritannien.

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