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Das spanische Unternehmen verfüge derzeit über einen Anteil von 50,16 Prozent der Stimmen, teilte Hochtief in einer Pflichtmitteilung am Freitag mit.

ACS übernimmt Mehrheit an Hochtief

Essen - Der spanische Baukonzern ACS ist bei der geplanten Mehrheitsübernahme des deutschen Konkurrenten Hochtief am Ziel. Der Widerstand der Essener gegen die Übernahme war vergeblich.

Ende einer Übernahmeschlacht: Der deutsche Baukonzern Hochtief steht nun vollständig unter spanischer Kontrolle. Mit einem Anteil von über 50 Prozent habe die spanische ACS die Mehrheit an Hochtief übernommen, teilte der deutsche Bau-Primus am Freitag in Essen in einer Pflichtmitteilung mit. ACS-Chef Florentino Pérez will einen der bedeutendsten Baukonzerne der Welt schaffen. ACS ist jedoch selbst hoch verschuldet.

Bereits bei der Hochtief-Hauptversammlung im vergangenen Monat hatten die Spanier mit einem Anteil von damals noch rund 43 Prozent die Abstimmungsmehrheit auf ihrer Seite und konnten den Hochtief-Aufsichtsrat nach ihren Vorstellungen besetzen. Damals hatte ACS bereits angekündigt, die Mehrheit an Hochtief bis zur Jahresmitte übernehmen zu wollen.

Das gelang: Am Donnerstag (16. Juni) lag der Anteil den Hochtief-Angaben zufolge bei 50,16 Prozent. Darin enthalten ist ein Anteil von 4,46 Prozent an eigenen Aktien der Hochtief AG. Hochtief wollte sich über die Mitteilung hinaus nicht zu den neuen Mehrheitsverhältnissen äußern.

Wer ist im DAX?

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Schon im vergangenen Monat hatte der langjährige Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter seinen Widerstand aufgegeben und den Rückzug angetreten. An seine Stelle war der bisherige Hochtief-Vorstand Frank Stieler getreten, der als Favorit des spanischen Großaktionärs galt. Auch weitere Hochtief-Manager hatten ihren Hut genommen.

Wenige Tage nach der faktischen Machtübernahme hatte ACS-Chef Pérez in einem Interview mit dem “Manager Magazin“ angekündigt, den Essener Baukonzern wieder zu einer “rentableren Firma“ machen zu wollen. Hochtief war durch Probleme bei seiner australischen Tochter Leighton in die Verlustzone gerutscht. Der ACS-Chef kündigte an, die Zusammenarbeit mit Hochtief im Industriebau zu vertiefen.

Hochtief hatte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres einen Konzernverlust von 169,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Gesamtjahr 2011 will das Unternehmen jedoch schwarze Zahlen schreiben.

Laut Mitteilung entfallen von dem ACS-Anteil an Hochtief von insgesamt 50,16 Prozent rund 4,05 Prozent auf die Muttergesellschaft ACS und 46,11 Prozent auf vier Tochtergesellschaften. Dabei wird der Essener Baukonzern mit seinem eigenen Aktienpaket von 4,46 Prozent faktisch als ACS-Tochter eingestuft. Hinzu kommen drei spanische ACS-Tochterunternehmen.

dpa

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