HP übernimmt Softwarefirma für 4,5 Milliarden Dollar

- Palo Alto - Hewlett-Packard (HP), zweitgrößter Computerkonzern der Welt, übernimmt die amerikanische Softwarefirma Mercury Interactive für insgesamt rund 4,5 Milliarden Dollar (3,6 Mrd Euro). Mercury ist auf Software spezialisiert, die es Unternehmen ermöglicht, eigene Managementsoftware zu entwickeln und ihre Datenzentren und Computersysteme besser zu steuern.

Hewlett-Packard zahlt 52 Dollar je Mercury-Aktie in bar, teilte HP am Dienstag nach Börsenschluss mit. Das entspricht einem Aufgeld von 33 Prozent zum Mercury-Kurs von 39 Dollar. Die HP-Aktien fielen nachbörslich um knapp vier Prozent auf 30,10 Dollar. Mercury ist in einen Skandal wegen der Rückdatierung von Aktienoptionen verwickelt und musste rückwirkend für mehrere Jahre weit reichende Bilanzkorrekturen vornehmen. Mehrere Spitzenmanager mussten den Hut nehmen.

Es handelt sich um die erste große Akquisition von HP-Konzernchef Mark Hurd. Er hatte die Führung im März 2005 von der früheren Firmenchefin Carly Fiorina übernommen. Diese hatte 2002 den Kauf des PC-Herstellers Compaq für 19 Milliarden Dollar eingefädelt.

Der Mercury-Kauf erhöht den Software-Umsatz von Hewlett-Packard auf mehr als zwei Milliarden Dollar pro Jahr. Der Kauf soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Hurd verwies darauf, dass die Kunden ihre IT-Kosten senken und neue Dienstleistungen schneller anbieten könnten. HP verspricht sich im Softwarebereich nach dem Zusammenschluss Umsatzzuwachsraten von zehn bis 15 Prozent und operative Gewinnmargen von rund 20 Prozent.

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