HVB überwindet Ertragskrise

- München - Nach Milliardenverlusten ist die HypoVereinsbank mit einem Gewinnsprung ins neue Jahr gestartet. "Wir haben allen Grund, optimistisch zu sein", sagte HVB-Chef Dieter Rampl am Mittwoch in München. In den ersten drei Monaten steigerte die Bank den Gewinn unter dem Strich von 56 auf 336 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt das zweitgrößte börsennotierte Kreditinstitut in Deutschland weiterhin einen Gewinn von etwa einer Milliarde Euro an.

In den vergangenen drei Jahren hatte die HVB wegen hoher Abschreibungen auf Beteiligungen und Immobilienkredite sowie wegen Problemen auf dem Heimatmarkt Deutschland fast sechs Milliarden Euro in den Sand gesetzt. In den ersten drei Monaten machte die Bank nun auf breiter Basis Fortschritte. "Mit unserer operativen Performance sind wir zufrieden", sagte Rampl.<BR><BR>Im günstigen Kapitalmarktumfeld konnte die HVB das Handelsergebnis um 57 Prozent auf 322 Millionen Euro steigern. Der Zinsüberschuss verbesserte sich um gut neun Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss legte um acht Prozent auf 757 Millionen Euro zu. Der Sprung beim Ergebnis ist nach den Milliardenabschreibungen im vergangenen Jahr auch auf eine niedrigere Kreditrisikovorsorge zurückzuführen. Sie wurde im Jahresvergleich um knapp ein Drittel auf 323 Millionen Euro zurückgefahren.<BR><BR>Größter Ertragsbringer war die Bank Austria. Das Geschäftsfeld Österreich und Osteuropa, das von ihr betreut wird, steigerte das Betriebsergebnis im ersten Quartal von 154 auf 223 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Deutschland ging das Ergebnis dagegen von 292 auf 203 Millionen Euro zurück. Wegen einer Umstrukturierung und eines Beteiligungsverkaufs im Vorjahr sind die Zahlen allerdings nur bedingt vergleichbar.<BR><BR>Für das Gesamtjahr peilt die HVB weiterhin eine Eigenkapitalrendite von acht bis neun Prozent an. Dies würde einen Gewinn von etwa einer Milliarde Euro bedeuten. "Wir sind sehr gut auf Kurs", sagte Rampl mit Blick auf die Jahresziele. 2004 hatte die Bank noch einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro gemacht.

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