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Ukraine-News: DGB-Chef gegen Lieferstopp für russisches Gas: „Macht überhaupt keinen Sinn“

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Nord Stream 1: In Europa werden die Forderungen nach einem Gas-Embargo gegen Russland immer lauter. Doch ein Stopp könnte viele Arbeitsplätze kosten, warnt DGB-Chef Reiner Hoffmann.
Nord Stream 1: In Europa werden die Forderungen nach einem Gas-Embargo gegen Russland immer lauter. Doch ein Stopp könnte viele Arbeitsplätze kosten, warnt DGB-Chef Reiner Hoffmann. © Stefan Sauer/dpa

DGB-Chef Reiner Hoffmann lehnt ein Embargo für russisches Gas ab. Ein solcher Schritt würde viele Jobs etwa in der ohnehin gebeutelten Stahlindustrie gefährden, warnte der Gewerkschaftsführer.

Berlin - Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, hat vor den Folgen eines Einfuhrstopps für russisches Gas gewarnt. „Ein Einfuhrstopp macht überhaupt gar keinen Sinn“, sagte Hoffmann am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. „Es würde deutliche Einbrüche auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringen, wenn wir beispielsweise davon ausgehen, dass die Stahlproduktion zum Erliegen kommt.“ Ganze Lieferketten würden zusammenbrechen.

Zwar sei die Forderung, alles zu unternehmen, um „diesen fürchterlichen Krieg zu beenden“, nachvollziehbar. Ein Gas-Embargo* würde aber dazu führen, dass der russische Präsident Wladimir Putin seinem Ziel, „unsere Demokratie zu destabilisieren“, ein Stück weit näher käme. Den Krieg in der Ukraine würde das zudem nicht beeinflussen, sagte Hoffmann.

DGB-Chef: Ausbau erneuerbarer Energien notwendig, um von russischem Gas unabhängig zu werden

Auf absehbare Zeit sei Deutschland weiterhin auf russisches Gas angewiesen, aber es müsse einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien geben, um unabhängiger von anderen Rohstoffen zu werden, sagte der DGB-Chef. „Grundsätzlich werden wir so leicht vom Gas nicht loskommen.“

Zur Entlastung der Bürger etwa wegen der gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise forderte Hoffmann die Einführung einer Vermögenssteuer. Eine Wiedereinführung des Solidaritätszuschlags lehnte Hoffmann ab: „Den Soli jetzt wieder einzuführen, halten wir für absolut sozial nicht gerechtfertigt“, betonte der Gewerkschaftschef. (dpa, lf) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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