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Sorgen im Ukraine-Krieg: Habeck gibt nun Tipps zum Energiesparen - „Zehn Prozent geht immer“

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Von: Marcus Giebel

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Deutschland will und muss unabhängiger von russischen Energie-Lieferungen werden. Wirtschaftsminister Robert Habeck gibt Tipps, mit denen jeder Bürger helfen kann.

München - Mit Blick auf den Ukraine-Krieg und die Folgen hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Menschen in Deutschland nochmals dazu aufgerufen, Energie zu sparen. „Ich bitte jeden und jede, jetzt schon einen Beitrag zum Energiesparen zu leisten“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Als Faustformel würde ich ausgeben: Zehn Prozent Einsparung geht immer.

Der Vizekanzler kündigte zudem eine entsprechende Kampagne der Regierung an. „Wir können nur unabhängiger von russischen Importen werden, wenn wir es als großes gemeinsames Projekt ansehen, an dem wir alle mitwirken“, fügte er hinzu. Wenn man an Ostern die Bahn oder das Fahrrad nehmen könne, sei das gut. „Das schont den Geldbeutel und ärgert Putin*“, sagte Habeck.

Energie sparen wegen Ukraine-Krieg: Habeck für weniger Autofahren und mehr Homeoffice

Die Frage nach autofreien Sonntagen beantwortete er ausweichend und mit Verweis auf Eigeninitiative: „Man kann ja jetzt schon so gut es geht das Auto stehen lassen - und das nicht nur am Sonntag. Jeder nicht gefahrene Kilometer ist ein Beitrag, um leichter von russischen Energielieferungen wegzukommen. Das Klima schützen wir obendrein.“

Mit Blick auf Berufspendler, die auf das Auto angewiesen sind, appellierte der Minister an die Arbeitgeber zu überlegen, „ob sie da, wo es möglich ist, Homeoffice anbieten, um Energie zu sparen. Homeoffice haben wir auch in der Pandemie gemacht. Wo das geht, könnte man wieder ein oder zwei Tage in der Woche zu Hause arbeiten - alles erst einmal auf freiwilliger Basis.“

Auf einer dreispurigen Straße hat sich ein Stau gebildet
Deutschland staut sich: Wirtschaftsminister Robert Habeck empfiehlt, mit Blick auf den Ukraine-Krieg weniger aufs Auto zu setzen. © Mia Bucher/dpa

Habeck gibt Tipps zum Energiesparen in Kriegszeiten: Gardinen zuziehen und Raumtemperatur senken

Und auch auf anderen Wegen lasse sich in den eigenen vier Wänden Energie sparen. „Wenn man die Wohnung heizt und abends die Gardinen zuzieht, spart man bis zu fünf Prozent Energie“, erklärte der ehemalige Parteichef: „Und wenn man die Raumtemperatur um ein Grad senkt, sind es rund sechs Prozent. Das ist vielleicht nicht ganz so gemütlich, aber man friert noch nicht.“

Auf die Frage, welche Industriebetriebe im Falle eines Energiemangels als erste keine Versorgung mehr bekommen sollten, antwortete Habeck, dazu lasse sich „pauschal nichts sagen, dazu ist das Gefüge zu komplex“. Gemeinsam mit der Bundesnetzagentur bereite man sich auf alle Szenarien vor.

„Eine Situation mit Versorgungsengpässen und der Abschaltung von Industrieanlagen ist allerdings ein wirtschaftspolitischer Alptraum. Man kann da eigentlich nichts richtig machen - nur weniger falsch“, betonte Habeck. Es ginge dann um „massive Einbrüche“ in den deutschen Wirtschaftskreisläufen: „Deswegen werden wir alles tun, um das zu vermeiden.“ (dpa/mg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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