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Habeck warnt in emotionaler Rede: Energiekrise kann „schlimmer werden als die Corona-Pandemie“

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Von: Linus Prien

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Robert Habeck hat beim Tag der Industrie klare Worte gefunden. In seiner Rede warnte er vor der Gasproblematik und warf Putin einen „ökonomischen Angriff“ vor.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Drosselung der russischen Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream als „Angriff“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnet. Der Grünen-Politiker sprach am Dienstag (21. Juni) beim Tag der Industrie von einer neuen Dimension. Die Reduktion der Gaslieferungen sei ein „ökonomischer Angriff auf uns“. Putin setze Energie als Waffe ein.

Habeck zur Energieversorgung: Gasproblematik kann „schlimmer werden als die Corona-Pandemie“

Der Bundeswirtschaftsminister beschrieb bei seiner Rede beim Tag der Industrie ein ernüchterndes Szenario: Die ökonomische Situation könne „schlimmer werden als die Corona-Pandemie“. Habeck betonte die Bedeutung, die Gasspeicher zu füllen. „Wenn wir nur mit halbvollen Speichern in den Winter gehen und der Gashahn abgedreht wird, dann reden wir über eine schwere Wirtschaftskrise, die Deutschland trifft“, sagte er. 

Putin verringere die Menge und wolle dadurch die Preise treiben. Er wolle damit in Europa und in Deutschland eine Debatte auslösen über Angst, etwa vor materiellen Verlusten, um am Ende eine Debatte auszulösen, ob man Putin in der Ukraine nicht gewähren lassen solle, wie Habeck deutlich machte. Der Krieg gegen die Ukraine sei ein Angriff gegen die individuelle Freiheit.

Energieversorgung: Habeck plant vorübergehende Rückkehr zur Kohle

„Denn durch die materielle Not, durch die hohe Inflation, durch die hohen Energiepreise haben natürlich Menschen Angst: Angst vor Armut, Angst vor Wohlstandsverlust, Angst, das, was sie sich aufgebaut haben in einem langen Leben, vielleicht nicht halten zu können“, sagte Habeck. Damit werde der Raum für Populismus geöffnet, warnte der Vizekanzler. Dies sei kein Zufall, sondern eine „Strategie“, sagte Habeck. „Diese Strategie darf nicht erfolgreich sein“, fügte er hinzu.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) beim Tag der deutschen Industrie.
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) beim Tag der deutschen Industrie. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Zuvor hatte der Grünen-Politiker ein Maßnahmenpaket vorgelegt, damit der Gasverbrauch in der Industrie sinkt. Dazu gehört unter anderem auch, wieder mehr klimaschädliche Kohle zu verstromen. Dies sei eine „sehr schlechte Nachricht“, sagte Habeck. Die Maßnahme sei aber notwendig, um die Gasspeicher aufzufüllen. Deutschland könne nicht mit halbvollen Speichern in den Winter gehen. Falls dann Russland den Gashahn zudrehe, rede man über eine schwere Wirtschaftskrise, die Deutschland treffe. (lp/dpa/afp)

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