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Ukraine-News: Abramowitsch bringt Luxus-Jachten in die Türkei - und trifft auf unerwarteten Protest

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Von: Patricia Huber

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Wegen der Sanktionen gegen russische Oligarchen hat Roman Abramowitsch seine Jachten in die Türkei gebracht. Doch dort kämpft der Milliardär mit neuem Ärger.

Bodrum - Etliche russische Milliardäre und Oligarchen sind gerade dabei, ihre Luxusgüter wie Jachten oder Privatjets in Sicherheit zu bringen. Denn aufgrund des Ukraine-Krieges* wurden diese mit Sanktionen der EU belegt und dürfen nicht mehr exportiert werden. So auch die beiden Mega-Jachten von Roman Abramowitsch.

Ukraine-News: Abramowitsch bringt Jachten in der Türkei in Sicherheit

Doch dieser weiß sich zu helfen und bringt seine beiden Schiffe, die „Eclipse“ und die „Solaris“, in Sicherheit. „Sicherheit“ bedeutet in diesem Fall in türkische Häfen. Denn das Land hat in Bezug auf den Krieg in der Ukraine eine neutrale Rolle eingenommen. Daher werden dort die Jachten auch nicht festgesetzt, wie es beispielsweise in Italien bereits passiert ist. Von Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß kam sogar der Vorschlag, die Oligarchen-Jachten als Flüchtlingsunterkünfte zu nutzen*.

Während die türkischen Behörden keine Einwände gegen Abramowitschs Jachten haben, regt sich vor Ort Widerstand. Als die laut Berichten der britischen Sun 500 Millionen Euro teure Jacht in den Hafen von Bodrum einfährt, kommt ihr ein kleines Schlauchboot in die Quere.

Ukraine-News: Demonstranten kommen Abramowitschs Jacht in die Quere

Darauf befinden sich nicht etwa verwirrte Touristen, die ein paar mal falsch abgebogen sind. Nein, das kleine Boot ist mit Mitgliedern einer ukrainischen Segelschule besetzt, wie CNN schreibt. Sie wollen mit ihrem riskanten Manöver die riesige Jacht am andocken hindern. Zudem halten sie Ukraine-Fahnen in die Luft, auf welchen „No War“ (z. Dt.: Kein Krieg) geschrieben steht.

Doch wirklich erfolgreich verlief der Protest nicht. Nach kurzer Zeit konnte die „Solaris“ in Bodrum anlegen. Der Trainer des Segelclubs. Pavlo Dontsov, erklärte die Aktion gegenüber CNN so: „Wir hissen bei vielen internationalen Wettbewerben die Flagge unseres Landes. Wir wollen einfach allen zeigen, wer die Ukraine ist.“ Das komplette Team habe die Entscheidung getroffen, die Ankunft von Abramowitschs Jacht zu blockieren. (ph) *Merkur.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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