1. Startseite
  2. Wirtschaft

Wegen hoher Spritpreise: Franzose reitet mit dem Pferd zur Arbeit

Erstellt:

Von: Patricia Huber

Kommentare

Ein Pferd schaut aus seiner Box.
Ein Kellner aus Frankreich kommt wegen der hohen Spritpreise, statt mit dem Auto, mit seinem Pferd zur Arbeit. (Symbolbild) © Ralf Hirschberger/dpa

Wegen der hohen Spritpreise suchen immer mehr Menschen nach Alternativen zum Auto. Ein Franzose sattelt jetzt komplett um - und reitet jetzt zur Arbeit.

Yssingeaux - Der Liter Benzin oder Diesel kostet mittlerweile überall in Deutschland mehr als zwei Euro. Da überlegen sich Verbraucher wohl ganz genau, welche Strecke sie mit dem Auto fahren. Viele Wege könnte man auf jeden Fall zu Fuß, oder auch mit dem Fahrrad bewältigen. Doch für die Fahrt zur Arbeit bleibt vielen gar keine Wahl, da die Strecke oft einfach zu lang ist. Und wenn der öffentliche Nahverkehr zudem schlecht ausgebaut ist, wie es häufig in ländlichen Regionen der Fall ist, ist man oft zum Autofahren gezwungen.

Ukraine-News: Franzose will hohen Spritpreisen ausweichen und reitet zur Arbeit

Außer, man sucht sich eine Alternative, wie es der Franzose Louis Geneix gemacht hat. Er muss zur Arbeit in einer Kneipe im südfranzösischen Yssingeaux eine Strecke von 15 Kilometern zurücklegen. Seit die Spritpreise durch den Ukraine-Krieg* so enorm gestiegen sind, nimmt er einmal pro Woche das Pferd, statt dem Auto. Das sagte er dem französischen TV-Sender France 3. Seine Stute Eole lasse sich von Autos nicht aufschrecken und ein Teil seiner Strecke führe auch durch die Natur, erklärt er.

Mit dem Auto benötigt Geneix zehn Minuten zur Arbeit – mit dem Pferd eine Stunde. Trotzdem wählt er das umwelt- und vor allem geldbeutelfreundlichere „Gefährt“ einmal die Woche. Außerdem mache es mehr Spaß. Sein Verdienst von 1.200 Euro netto wurde in den letzten Wochen immer mehr von den Tankkosten aufgefressen.

Ukraine-News: Ganz ohne Auto geht es nicht - trotz hoher Spritpreise

Im Interview berichtet der 21-Jährige: „Meine Kollegen dachten nicht, dass ich das durchziehen kann. Als sie mich auf dem Pferd ankommen sahen, konnten sie es gar nicht fassen.“ Ungewöhnlich ist seine Alternative aber auf jeden Fall. Unterwegs hätten ihn sogar Autofahrer angespornt.

Aber wie funktioniert das überhaupt? Wo „parkt“ man denn so ein Pferd? Neben der Kneipe könne Geneix das Pferd auf einer Wiese anbinden und im Blick behalten, er stelle dort einen Eimer Wasser hin, erklärt er dem TV-Sender. Für die Spätschicht allerdings will der junge Mann weiterhin das Auto nutzen - statt eines nächtlichen Ritts. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare