1. Startseite
  2. Wirtschaft

Ukraine-News: Putins Luxus-Jacht in Italien? Nawalny-Recherchen verstärken den Verdacht

Erstellt:

Von: Patricia Huber

Kommentare

Eine riesige Jacht liegt im Hafen einer italienischen Stadt - doch niemand weiß, wem sie gehört. Recherchen von Nawalnys Team legen nun nahe, dass sie im Besitz von Wladimir Putin sein könnte.

Carrara - Die „Scheherazade“ wirft Rätsel auf. Dabei handelt es sich um eine 140 Meter lange und 700 Millionen Euro teure Mega-Jacht, die derzeit im Hafen des toskanischen Küstenorts Carrara liegt. Doch wem sie gehört, weiß niemand so recht. Immer mehr Hinweise deuten indes darauf hin, dass sie Russlands Präsident Wladimir Putin* gehört. Und damit wäre auch dieses Schiff, wie bereits mehrere andere, von den Sanktionen der EU betroffen. Das bedeutet, dass Behörden die Jacht für die Dauer der Sanktionen, welche aufgrund des Ukraine-Krieges gegen Russland verhängt wurden, festsetzen dürften.

Ukraine-News: Nawalnys Team veröffentlicht Informationen zu potenzieller Putin-Jacht

Es gibt bereits mehrere Indizien, dass die Jacht tatsächlich Putin gehört. Die italienische Finanzpolizei prüft den Fall derzeit noch. Doch in der Zwischenzeit hat das Team des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny* ein paar brisante Informationen zum Fall Scheherazade auf Twitter veröffentlicht.

Wie Business Insider berichtet, haben die russischen Journalisten Maria Pewtschich und Georgij Alburow Recherchen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass sich Leibwächter Putins auf der Jacht oder im Umfeld des Schiffes befinden. Denn die Angestellten arbeiten für den russischen „Federal Protective Service (FSO)“. Die Mitarbeiter dieser Behörde sind hauptsächlich für die Sicherheit und das Wohlergehen von Putin höchstpersönlich zuständig. Außerdem soll ein Beschäftigter Nawalnys Kollegen bestätigt haben, dass die Jacht Putin gehöre.

Unser Wirtschafts-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Entwicklungen aus der Welt der Wirtschaft. Melden Sie sich hier an.

Ukraine-News: Auch US-Geheimdienst beschäftigt sich mit der Scheherazade

Selbst der US-amerikanische Geheimdienst beschäftigt sich mit der Millionen-Jacht. Wie die New York Times schreibt, habe dieser herausgefunden, dass es auf jeden Fall Verbindungen zwischen Putin und dem Luxusschiff gebe. Der Präsident habe während der Corona*-Pandemie viel Zeit in Sotschi am Schwarzen Meer verbracht. Dort lag auch die Scheherazade in den Sommern 2020 und 2021. Es gibt also bereits mehrere Indizien, die auf einen Zusammenhang zwischen Putin und der Jacht hinweisen.

Und selbst der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkyj* forderte die Behörden bereits auf, die Jacht festzusetzen. Er forderte ein striktes Vorgehen gegen die russischen Oligarchen. „Wir müssen alle ihre Immobilien einfrieren, ihre Konten – und ihre Jachten, von der Scheherazade bis zum kleinsten Schiff“, machte er deutlich. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare