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Ukraine-News: Oligarch Abramowitsch bringt nächste Super-Jacht in Sicherheit

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Von: Lisa Mayerhofer

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Die auf den Bermudas registrierte Luxusjacht „Eclipse“, die dem russischen Oligarchen Abramowitsch gehören soll, liegt in einem Hafen im türkischen Marmaris.
Die auf den Bermudas registrierte Luxusjacht „Eclipse“, die dem russischen Oligarchen Abramowitsch gehören soll, liegt in einem Hafen im türkischen Marmaris. © -/IHA/AP/dpa

Der russische Milliardär Roman Abramowitsch bringt nun auch seine zweite Jacht vor den EU-Sanktionen in Sicherheit. Laut Berichten wurde sie in einem türkischen Hafen gesichtet.

Marmaris - Die EU bemüht sich, die Luxusgüter der dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe stehenden Oligarchen in ihren Gebieten zu beschlagnahmen. Der Milliardär Roman Abramowitsch* wurde ebenso von der EU mit Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs belegt und hat nun wohl zwei seiner Jachten in die Häfen der Türkei bringen lassen.

Ukraine-Krieg: Proteste gegen Jacht von Abramowitsch

Die unter der Flagge der Bermudas fahrende 163 Meter lange Luxus-Jacht „Eclipse“ traf am Dienstagmorgen im Hafen der Mittelmeerstadt Marmaris ein, wie türkische Medien unter Berufung auf Tracking-Websites berichteten. Bereits am Montag war die Super-Jacht „Solaris“ im Ferienort Bodrum gesichtet worden.

Eine Gruppe von Ukrainern protestierte laut den Medienberichten in einem Schlauchboot gegen die Ankunft der „Solaris“, die Tage zuvor in einem Hafen von Montenegro entdeckt worden war. Sie skandierten demnach „Du bist hier nicht willkommen“, „Hau ab“ und „Nein zum Krieg in der Ukraine“.

Abramowitschs Super-Jacht Eclipse wurde in Deutschland gebaut

Abramowitsch selbst war wohl nicht an Bord der Jachten. Laut Spiegel ist der Milliardär aber in der vergangenen Woche mit seinem Privatjet von Istanbul nach Moskau geflogen. Dies sei laut Flugtrackingdaten schon der zweite Flug zwischen den beiden Städten innerhalb von drei Tagen.

Die „Eclipse“, die nun in der Türkei ankert, wurde übrigens in Deutschland von der Hamburger Werft Blohm + Voss gebaut. Der Spiegel spricht von einem möglichen Gesamtpreis von bis zu 850 Millionen Euro. Auf den insgesamt neun Decks der Super-Jacht sollen sich ein 16 Meter langer Pool, ein Kino, eine Disco, 20 Jetskis und zwei Hubschrauberlandeplätze befinden.

Ukraine-Krieg: EU hat Sanktionen verhängt, Nato-Land Türkei hält sich zurück

Die EU hatte vergangene Woche gegen Abramowitsch und weitere russische Milliardäre wegen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine Sanktionen verhängt. Auch in Großbritannien wurde Abramowitsch mit einem Reiseverbot belegt und sein Vermögen eingefroren. Dies betraf auch den Fußballklub FC Chelsea, den der Milliardär 2003 gekauft hatte. Mehrere Länder haben seitdem im Zuge des Ukraine-Konflikts* Jachten der russischen Superreichen beschlagnahmt.

Das Nato-Mitglied Türkei, das enge Beziehungen zu Russland und der Ukraine unterhält, hat sich den gegen Moskau gerichteten Sanktionen nicht angeschlossen. Gleichzeitig bezeichnete Ankara die Invasion der Ukraine aber als „inakzeptabel“ und bot sich als Vermittler bei den Bemühungen um ein Ende des Kriegs an. Mit Material der AFP *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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