1. Startseite
  2. Wirtschaft

Öl für die Fritteuse zu teuer: Wirt kann keine Pommes mehr anbieten

Erstellt:

Von: Patricia Huber

Kommentare

Frittierte Pommes Frites in einer Schale.
Ein Wirt in Darmstadt musste die Pommes von der Karte nehmen - das Öl zum frittieren ist einfach zu teuer. © Rene Traut/Imago Images

Die hohen Preise für Speiseöl wirken sich mittlerweile auch auf die Gastronomie aus. Ein Restaurant-Besitzer musste nun sogar die beliebten Pommes von der Speisekarte nehmen.

Darmstadt - Die Preise für Speiseöl sind in Folge des Ukraine-Krieges* stark gestiegen. Die Ukraine gilt als „Kornkammer Europas“ und ist einer der wichtigsten Lieferanten für Getreide, Raps und Sonnenblumenkerne. Das Land wird im Zuge der russischen Invasion als Exporteur aber dieses Jahr wahrscheinlich ausfallen - und das bereitet etlichen Bürgern offenbar große Sorgen. Die Nachfrage nach Sonnenblumen- und Rapsöl ist stark gestiegen. Und auch die Preise haben mächtig angezogen.

Ukraine-News: Gastronom muss wegen hoher Ölpreise Pommes von der Karte nehmen

Das bekommen nicht nur Privathaushalte zu spüren, sondern auch Gastronomen. Wer in seiner Gaststätte beispielsweise Pommes anbietet, ist auf große Mengen Öl zum Frittieren angewiesen.

Der Wirt des „Grauen Bock“ in Darmstadt musste daher schon Konsequenzen ziehen, wie die Bild berichtet. Er hat die beliebten Pommes mittlerweile von der Karte gestrichen*. Denn die explodierenden Preise für Rapsöl kann er nicht mehr in dem Maße auf die Preise für seine Gäste umlegen.

Video: Die besten Speiseöl-Alternativen zum Backen und Braten

Ukraine-News: Wirt müsste Pommes-Preise um zwei Euro erhöhen

Im Januar hätten Wirt Freddy Basel und seine Frau Carmen noch 90 Cent für den Liter Rapsöl bezahlt. Mittlerweile kostet die teuerste Marke schon bis zu vier Euro. Bisher standen auf Basels Karte für den Mittagstisch vier verschiedene Gerichte für je sieben Euro - allesamt mit Pommes. Darunter ein Pfefferschnitzel mit Pommes und Salat oder zwei Rindscurrywürste mit Pommes und Salat. Doch auf das die Pommes aus der Fritteuse müssen die Gäste nun verzichten*.

Würde der Wirt die Gerichte weiterhin mit Pommes anbieten wollen, müsste er zwei Euro mehr verlangen. Doch das kommt für ihn nicht infrage, weshalb es jetzt nur noch Salat als Beilage gibt. Der Wirt zeigt sich fassungslos über die Situation. „So etwas habe ich in 25 Jahren Gastwirtschaft noch nicht erlebt“, sagt er der Bild. (ph) *Merkur.de und 24RHEIN sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare