+
Uli Hoeneß muss sich ab Montag wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.

Steuer-Gewerkschaft prophezeit

Selbstanzeigen-Flut durch Hoeneß-Prozess

Berlin - Der Fall Uli Hoeneß hat die Angst, entdeckt zu werden, bei Steuersündern nach Einschätzung der Steuer-Gewerkschaft stark erhöht. Die Behörde rechnet durch den Prozess mit einer Flut an Selbstanzeigen.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft rechnet als Folge des am Montag beginnenden Prozesses gegen Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß mit einer Flut neuer Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren 60.000 bis 120.000 Selbstanzeigen gestellt werden“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Thomas Eigenthaler der „Welt am Sonntag“. Der Fall Hoeneß sei neben dem Ankauf von Steuer-CDs ein „ganz wesentlicher Faktor“. Er habe die Angst entdeckt zu werden „deutlich erhöht“. Dies hätten die vergangenen Monate deutlich gezeigt. In den vergangenen vier Jahren gingen dem Bericht zufolge rund 60.000 Selbstanzeigen bei den deutschen Finanzämtern ein, fast die Hälfte davon im vergangenen Jahr.

Uli-Hoeneß-Prozess: Live-Ticker Tag vier

Lesen Sie auch:

Darauf müssen Sie bei einer Selbstanzeige achten

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gewerkschaften streiten gegen Tarifeinheit
Ob Ärzte, Lokführer oder Fluglotsen - in der Ablehnung der neuen Tarifeinheit sind sich die Gewerkschaften einig. Arbeitsministerin Nahles kämpft in Karlsruhe persönlich …
Gewerkschaften streiten gegen Tarifeinheit
Yahoo-Übernahme durch Verizon verzögert sich
New York (dpa) - Der Yahoo-Kaufinteressent Verizon hat im Schlussquartal 2016 einen Dämpfer einstecken müssen. Umsatz und Gewinn sanken im Vergleich zum …
Yahoo-Übernahme durch Verizon verzögert sich
Berlin erwartet Job-Rekord und Konjunkturplus
Die schwarz-rote Koalition kann im Wahljahr 2017 wohl nochmals mit einem Höchststand bei der Beschäftigung und einem soliden Wirtschaftswachstum punkten. Es gebe aber …
Berlin erwartet Job-Rekord und Konjunkturplus
Brexit-Urteil: Ökonomen erwarten keine Kursänderung Londons
Die britische Regierung darf die Scheidung von der Europäischen Union nicht im Alleingang durchziehen. Kann die Beteiligung des Parlaments einen Brexit noch verhindern? …
Brexit-Urteil: Ökonomen erwarten keine Kursänderung Londons

Kommentare