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Inflation: Das Schreckgespenst hat in Deutschland Geschichte.

Umfrage: Viele haben Angst vor steigender Inflation

München - Inflation: Das Schreckgespenst hat in Deutschland Geschichte. Mehr als dreiviertel aller Deutschen haben derzeit Angst davor, dass es zu einer Geldentwertung im großen Stil kommt.

76 Prozent der Deutschen sehen die Gefahr einer steigenden Inflation. Wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage der Münchner Unternehmensberatung Progenium unter 1000 Teilnehmern ergab, rechnen 29 Prozent der Befragten mit einer Inflationsrate von im Schnitt 5 bis 10 Prozent in den kommenden Jahren, 8 Prozent fürchten sogar eine Inflation von mehr als 10 Prozent. 42 Prozent der Befragten sehen die Inflation in einem Korridor zwischen 2 und 5 Prozent.

Auslöser der Sorgen ist der Umfrage zufolge auch die Griechenlandkrise. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) ist dafür, dass vom Staatsbankrott bedrohte Länder wie Griechenland von der Europäischen Währungsunion ausgeschlossen werden können. “Auch die D-Mark-Nostalgie erhält in Deutschland neues Leben“, hieß es.

Zwei Drittel der Bundesbürger glauben, dass es ein Fehler gewesen sei, die D-Mark gegen den Euro auszutauschen. Zugleich halten aber fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten den Euro derzeit für eine stabile Währung. Mit dem finanzpolitischen Krisenmanagement der Bundesregierung gehen die Befragten hart ins Gericht.

Auf einer Notenskala von 1 bis 6 erhielt die Regierung lediglich die Durchschnittsnote 4. 16 Prozent beurteilten die Bundesregierung dabei mit einer 5 und 11 Prozent sogar mit einer 6. Die Note 1 wurde gar nicht vergeben, die Note 2 erhielt die Bundesregierung lediglich von drei Prozent der Befragten.

dpa

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