+
Drohendes Fahrverbot: Der Grenzwert für den Stickoxid-Ausstoß wurde im vergangenen Jahr in rund 90 Städten überschritten, am häufigsten in Stuttgart. Foto: Marijan Murat

Zweifel an Schadstoffdebatte

Umfrage: Nur 14 Prozent für Dieselfahrverbote

Nürnberg (dpa) - Nur 14 Prozent der Deutschen sprechen sich für Dieselfahrverbote in einzelnen Städten aus. Jeder Dritte hält die Diskussion über Diesel und Schadstoffbelastung einer Umfrage zufolge für völlig übertrieben.

Wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte, wollen 30 Prozent der Befragten den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, bessere Bedingungen für Radfahrer und mehr Förderung der Elektromobilität.

Selbst in Großstädten mit mehr als 500 000 Einwohnern sagen nur 19 Prozent: "Wenn eine saubere technische Lösung nicht möglich ist, dann muss es auch Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Städten geben können." In kleineren Städten befürworten nur 11 Prozent notfalls ein Fahrverbot, in Ostdeutschland nur 10 Prozent.

In Ostdeutschland wird die Dieseldiskussion von 43 Prozent der Befragten als "völlig überzogen" eingestuft. Vor allem jüngere Bürger und Einwohner von kleineren Städten fordern, Busse und Bahnen, den Fahrradverkehr und die E-Mobilität auszubauen.

Die GfK hatte im Oktober 1055 Personen ab 14 Jahren persönlich befragt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayer-Tochter Monsanto unterliegt in US-Glyphosat-Prozess
Bayers 63 Milliarden Dollar teurer US-Zukauf Monsanto ist in den USA mit zahlreichen Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren seiner glyphosathaltigen Unkrautvernichter …
Bayer-Tochter Monsanto unterliegt in US-Glyphosat-Prozess
Rückschlag im Glyphosat-Streit: US-Jury entscheidet gegen Bayer
Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken von Produkten der Tochter Monsanto verloren.
Rückschlag im Glyphosat-Streit: US-Jury entscheidet gegen Bayer
Bezahl-Revolution bei Rewe: Nun läuft es ganz anders, wenn Sie zur Kasse gehen
An der Kasse bei Rewe erwartet die Kunden in Zukunft womöglich ein ganz neues Einkaufserlebnis - für den Zahlvorgang werden sie ihre Handys zücken müssen.
Bezahl-Revolution bei Rewe: Nun läuft es ganz anders, wenn Sie zur Kasse gehen
Cyberangriff auf Aluminiumkonzern Norsk Hydro
Der Großkonzern Norsk Hydro mit Sitz in Oslo ist einem massiven Cyberangriff ausgesetzt. Die Hacker verlangen Lösegeld, doch der Konzern hofft, mit Backups das System …
Cyberangriff auf Aluminiumkonzern Norsk Hydro

Kommentare