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Die Mehrheit der Bundesbürger hält die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland für “nicht gerecht“. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor.

Umfrage: Soziale Gerechtigkeit nimmt ab

Gütersloh - Die Mehrheit der Bundesbürger hält die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland für “nicht gerecht“. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor.

Dabei bewerteten 58 Prozent der Befragten die Verteilung von Besitz und Einkommen in Deutschland als ungerecht. Nur jeder Fünfte fand die wirtschaftlichen Verhältnisse in Ordnung. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger (71 Prozent) sind der Überzeugung, dass die soziale Gerechtigkeit in Deutschland in den letzten drei, vier Jahren abgenommen hat. Gerade einmal vier Prozent fanden in der Umfrage, sie habe zugenommen.

Und auch mit Blick auf die Zukunft sind die Bundesbürger skeptisch. Jeder zweite erwartet, dass die soziale Gerechtigkeit in den nächsten Jahren weiter sinken wird. Noch vor drei Jahren habe in der Bevölkerung die Erwartung überwogen, dass sich bei dem Thema in Zukunft nicht viel ändern werde, erklärten die Experten. Bemerkenswert bei der Studie: Die Zweifel an der Verteilungsgerechtigkeit überwiegen in allen sozialen Schichten. Für die Umfrage waren insgesamt 1.849 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 16 Jahre befragt worden.

dapd

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