Umstieg auf Mehrwegflaschen gefordert

Weg von der Bierdose: - Berlin - Als Klimaschutz-Beitrag wollen Getränkefachhandel und Umweltschützer die Bevölkerung zum Umstieg von Bierdosen und anderen Einweg-Verpackungen auf "Mehrweg" bewegen. Dazu wollen sie im Frühjahr eine Werbeaktion "Mehrweg ist Klimaschutz" starten.

Das kündigten die Verbände des Deutschen Getränkeeinzelhandels, des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH) und der mittelständischen Privatbrauereien in Berlin an. Unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM). Stark gesunkene Mehrweg-Anteile beim Mineralwasser hätten vor allem mit Dumping-Preisen der Discounter zu tun, beklagten die Verbandspräsidenten Sepp Gail vom Getränke-Einzelhandel und Günther Guder vom Fachgroßhandel.

Die Verbraucher würden offensichtlich die Vorteile von Mehrweg-Flaschen nicht deutlich genug erkennen. Diese lägen in der im Schnitt bis zu 50-maligen Wiederverwendung, in kürzeren Transportwegen, aber auch in der Abfallreduzierung sowie dem geringeren Kohlendioxid- und Feinstaub-Ausstoß. Der Getränkefachhandel sei im übrigen regional strukturiert und schaffe vor Ort Arbeitsplätze, betonten auch Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch und Stiftungs-Manager Clemens Stroetmann - ehemals Staatssekretär unter Ex-Umweltminister Klaus Töpfer (CDU).

Stroetmann kritisierte, dass die Bundesregierung trotz dramatisch auf etwa 60 Prozent gesunkener Mehrweganteile - dies gilt nicht für Bier - "die Hände in den Schoß" lege. Schließlich habe sie in der Verpackungs-Verordnung als Ziel einen Anteil von 80 Prozent ausgegeben.

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