Umweltsünder-Preis an Air-Berlin-Chef

Berlin - Mit einer zweifelhaften Auszeichnung als Umweltsünder geht für Air-Berlin-Chef Joachim Hunold das Jahr zuende. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Freitag mitteilte, erhält der Vorstandschef der Fluggesellschaft den Preis "Dinosaurier des Jahres 2007".

Hunold habe die "Trophäe für seine Ignoranz gegenüber notwendigen Klimaschutzmaßnahmen mehr als verdient", begründete NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Wahl. Mit dem aus Zinn gegossenen und knapp drei Kilogramm schweren "Dinosaurier des Jahres" zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten aus, die nach Ansicht der Naturschützer veraltete Umweltstandards vertreten.

Obwohl Hunold die negativen Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur bekannt seien, spiele er das Thema unverfroren in der Öffentlichkeit herunter, kritisierte Tschimpke und fügte hinzu: "Er ist ein Umweltsünder wider besseren Wissens und ohne schlechtes Gewissen". Außerdem versuche Hunold als Air-Berlin-Chef "völlig unverfroren das Flugzeug auch noch als klimafreundliches Verkehrsmittel zu verkaufen".

Der 58-jährige Hunold erhielt bereits mehrere Auszeichnungen für seine Arbeit als Unternehmer. So wurde er zwei Mal zum Tourismus-Manager des Jahres gewählt. Im Februar 2007 durfte er in Aachen den "Orden wider den tierischen Ernst" entgegennehmen.

In vergangenen Jahr ging der "Dinosaurier" an RWE-Chef Harry Roels. Weitere Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderen der DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun, Bauernverbandspräsident Gerhard Sonnleitner und der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU).

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