Wetterdienst warnt: Extremwetterlage rund um München

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Links ein Airbus A 350 vor zwei Tagen bei einer Luftfahrtmesse in Shanghai. Zehn Maschinen dieses Typs starten ab Januar 2017 ab München.

Unabhängig von dritter Startbahn

Neue Jets für die Lufthansa München

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München - Die Lufthansa setzt ungeachtet der Diskussionen um die dritte Startbahn auf den Standort München. Sie wird ihre Flugzeugflotte erneuern. Ab Ende des Jahres kommen die ersten Langstreckenjets der neuen Airbus-Generation.

Der A350 ist derzeit das modernste Flugzeug weltweit, das auf dem Markt ist. Erst seit Ende 2014 werden die Modelle ausgeliefert. Ab Ende 2016 werden Flugzeuge des Typs A 350-900 in München stationiert, im Januar 2017 erfolgt der reguläre Einsatz. Die Stationierungsentscheidung war schon seit Mitte 2015 bekannt, nicht jedoch die Stückzahl. Sie ist bemerkenswert und zeigt, dass Lufthansa auf den Standort München setzt: Zehn Maschinen sollen stationiert werden. „Erste Flugziele sind Delhi und Boston“, kündigte Thomas Winkelmann, der seit 1. November Lufthansa-Chef in München ist, am Mittwoch an. Der Langstreckenjet löst die älteren Maschinen des Typs A 340-600 ab, von denen in München derzeit 19 Stück stationiert sind. Die Stationierung von gleich zehn A350-Maschinen ist gleichbedeutend mit dem Wechsel fast der halben Flotte, denn die Lufthansa-Langstreckenflotte umfasst insgesamt 24 Maschinen in München.

Thomas Winkelmann (56) ist seit 1. November Lufthansa-Chef (Chief Exekutive Officer – CEO) in München. Vorher war er Chef von Germanwings.

Die Stationierung eines Langstreckenflugzeugs hat große wirtschaftliche Bedeutung – jede Maschine, so erklärt Lufthansa, bindet etwa 400 Mitarbeiter im Konzern und den Zulieferfirmen. Für die Wartung des A 350 muss Lufthansa Technik das Ersatzteillager um 3200 Quadratmeter erweitern. Der A350 ist wesentlich leiser, Lufthansa verspricht einen bis zu 50 Prozent kleineren Lärmteppich. Außerdem verbraucht das Flugzeug 25 Prozent weniger Kerosin – 2,9 Liter pro Passagier und 100 Kilometern Flugstrecke. Die Kapazität (293 Sitze) ist hingegen fast gleich mit der im A 340-600.

Die Ankündigung des A 350 verband Lufthansa-Chef Winkelmann mit einer Art Kampfansage an die neue niederländische Billigfluglinie Transavia, die ab Ende März von München aus abhebt. Dass der Flughafen den Start der Niederländer mit verbilligten Start- und Landegebühren erleichtern wird, wie die Grünen kritisierten, stuft Winkelmann als „normal“ ein. Doch er stuft die Fluglinie als „aggressiven Wettbewerber“ ein und kündigte eine harte Gegenstrategie mit attraktiven Ticketpreisen an. „Wir werden uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.“ Der neuen Airline versprach er: „Ihr werdet hier wenig Freude haben.“

Lufthansa selbst will behutsam weiter wachsen. Durch den Einsatz größerer Flugzeuge werden manche Verbindungen nur noch drei statt vier Mal angeflogen und dadurch so genannte Slots für neue Flugziele frei. Ein Aha-Effekt ist sicherlich, dass ab 4. Juli täglich Teheran angeflogen werden soll. Die Aufhebung der Sanktionen mache das möglich, sagte Winkelmann. „Wir glauben, dass das ein interessanter Markt ist.“ Außerdem steht das polnische Rzeszow, Sitz vieler Luftfahrtunternehmen („Aviation Valley“), ab 28. März auf dem Flugplan.

Expansion also bei der Lufthansa, dem Platzhirsch auf dem Flughafen München – und das trotz der Ungewissheit über die dritte Startbahn. Diese hält Winkelmann wie sein Vorgänger Thomas Klühr natürlich für notwendig. Wenn die Drehkreuze in Istanbul und Abu Dhabi erst fertiggestellt seien, würden die Karten im Langstreckenverkehr neu gemischt – und München könne im Wettbewerb um Umsteiger – 40 Prozent der Lufthansa-Passagiere nutzen München als Drehkreuz – sehr schnell abrutschen, warnte er.

Das politische Tauziehen um die Startbahn geht unterdessen weiter. Am Mittwochabend traf sich eine Delegation der Bürgerinitiative Attaching im Maximilianeum mit der Spitze der CSU-Landtagsfraktion um Thomas Kreuzer, einem erklärten Startbahn-Fan.

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