Unerwartet viele Aufträge für Industrie

- Berlin - Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juni unerwartet stark gestiegen und haben Hoffnungen auf ein Anziehen der Konjunktur im Herbst neue Nahrung gegeben. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, nahmen die Bestellungen im Vergleich zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,4 Prozent zu. Konjunkturforscher hatten nur mit 0,3 Prozent gerechnet. Die Nachfrage aus dem Inland legte dabei um 4,0 Prozent zu, während sich die Auslandsnachfrage um 0,8 Prozent verbesserte. Über einen besonders kräftigen Anstieg (plus 4,2 Prozent) konnten sich die Investitionsgüterhersteller freuen, wobei die Nachfrage aus dem Inland bei ihnen sogar um 8,2 Prozent stieg.

Im Zweimonatsvergleich (Mai/Juni gegenüber März/April) wuchs die Nachfrage ebenfalls kräftig um 2,4 Prozent. Positive Impulse kamen sowohl aus dem Inland (+2,3 Prozent) als auch aus dem Ausland (+2,5 Prozent). Auch profitierten alle industriellen Hauptgruppen in etwa gleichermaßen. Das Ordervolumen erhöhte sich bei den Herstellern von Vorleistungsgütern um 2,7 Prozent und von Investitions- und Konsumgütern jeweils um 2,3 Prozent.

Auffällig sei der starke Anstieg der Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern im gesamten zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal mit saisonbereinigt 3,8 Prozent, schrieb das Ministerium.

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