UniCredit und HVB sehen sich im Plan

- München/Mailand - HypoVereinsbank und UniCredit sehen sich bei ihrer Fusion trotz einer bisher nur geringen Umtauschquote und Kritik aus den eigenen Reihen voll im Plan. "Die einzige Überraschung ist, dass der Fusionsprozess besser läuft als geplant", sagte UniCredit-Chef Alessandro Profumo dem "Handelsblatt" (Dienstag). Kritik von Unzufriedenen gebe es bei Fusionen immer. "Das ist nur Rauschen im Hintergrund und ändert nichts an den Erfolgschancen unseres Angebots." Spekulationen über eine Aufspaltung des Deutschlandgeschäfts nach dem Zusammenschluss nannte Profumo "haltlose Gerüchte".

Das Übernahmeangebot von UniCredit für die HVB läuft noch bis zum 10. Oktober. Die Italiener bieten fünf eigene Aktien je HVBAnteilsschein. Die Fusion klappt nur, wenn mindestens 65 Prozent das Angebot annehmen. Bisher ist die Resonanz dürftig. Bis zum Montag sei die Offerte für 27,3 Millionen HVB-Stammaktien angenommen worden, teilte UniCredit in einer Finanzanzeige mit.

Dies entspreche einem Anteil von 3,64 Prozent am Grundkapital. Erfahrungsgemäß tauschen die meisten Anleger allerdings erst auf den letzten Drücker. So hat zum Beispiel die Münchener Rück - mit 18 Prozent der Anteile Großaktionär der HVB - angekündigt, das Angebot anzunehmen, bisher aber noch nicht getauscht.

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