HVB und UniCredit trotzen der Finanzkrise

München/Mailand - Die HypoVereinsbank hat die Turbulenzen an den internationalen Kreditmärkten bislang gut verkraftet. "Das Geschäftsmodell der HypoVereinsbank hat sich während der Finanzkrise bisher als robust erwiesen", sagte HVB-Chef Wolfgang Sprißler am Mittwoch in München. Trotz eines Einbruchs beim Handelsergebnis konnte die HVB den operativen Gewinn im dritten Quartal um 13 Prozent auf 501 Millionen Euro steigern.

Auch bei der Muttergesellschaft, der italienischen Großbank UniCredit, hinterließ die Finanzmarktkrise Spuren im Handelsergebnis. In den ersten neun Monaten steigerten beide Banken ihren Gewinn unter anderem durch Zuwächse beim Zinsüberschuss aber deutlich.

Bei der HypoVereinsbank legte das operative Ergebnis in diesem Zeitraum um 45 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern in der neu formierten Gruppe stieg um elf Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Zur Gewinnsteigerung trug auch auch der eingeleitete Sparkurs bei, der die Verwaltungskosten spürbar senkte. Den Einbruch des Handelsergebnisses um rund 80 Prozent auf 38 Millionen Euro im dritten Quartal konnte die HVB dadurch abfedern. "In den ersten neun Monaten 2007 haben wir an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres angeknüpft, obwohl die Finanzkrise auch bei uns ihre Spuren hinterlassen hat", sagte Sprißler. Mit Blick auf die Jahresziele liege die HVB weiterhin auf Kurs.

Bei der UniCredit kletterte der Nettoüberschuss nach Anteilen Dritter in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte und außerordentliche Gewinne aus dem Verkauf mehrerer Beteiligungen sei der Gewinn sogar um fast 27 Prozent gestiegen, berichtete die Mutter der HypoVereinsbank in Mailand.

Allein im dritten Quartal brach der Gewinn zwar um mehr als 23 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro ein. Bereinigt um die genannten Einmaleffekte und Währungseinflüsse habe der Gewinn aber auch im Dreimonatsabschnitt bis Ende September um 19 Prozent höher gelegen als im Vorjahr. Wichtigste Säule für die Ertragslage des Institutes ist der Zinsüberschuss, der in den ersten neun Monaten um 8,8 Prozent auf 10,26 Milliarden Euro zulegte. Der Provisionsüberschuss kletterte ebenso stark um 8,9 Prozent auf 6,74 Milliarden Euro. (dpa)

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