+
Verabschiedet sich: Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Aufsichtsrat sucht Lösung zu Finanzspritze für BER

Berlin (dpa) - Der Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens ist am Freitag in Berlin zu Beratungen über den Stand des Projekts und seine Finanzierung zusammengekommen.

Es geht um die Frage, wie bereits beschlossene Finanzmittel von 1,1 Milliarden Euro von den drei Eigentümern Berlin, Brandenburg und Bund aufgebracht werden. In der Sitzung sollte auch der scheidende Flughafenchef Hartmut Mehdorn verabschiedet werden.

Mehdorn hatte sich zuvor dafür eingesetzt, den Ausbau des Flughafens Berlin Brandenburg auf den Weg zu bringen, bevor er voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb geht. "Meine Meinung ist klar: Man muss das eine tun - fertig bauen, aber das andere - Erweiterung jetzt planen - zulassen", sagte er der "Berliner Morgenpost".

Die beiden bestehenden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld haben 2014 knapp 28 Millionen Passagiere abgefertigt und damit schon mehr als die 27 Millionen, die für den neuen Airport maximal geplant waren. Vor Sitzungsbeginn sagte Aufsichtsrats-Vizechef Rainer Bretschneider, es werde über "Bau, Finanzen, alles" gesprochen.

Mehdorns Nachfolger, der frühere Rolls-Royce-Manager Karsten Mühlenfeld, beginnt an diesem Montag als Geschäftsführer. Mehdorn bleibt noch bis zum 31. März bei der Flughafengesellschaft.

Kurz vor seinem Abschied stärkte Mehdorn Berlins früherem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Rücken. "Es wäre falsch zu behaupten, Wowereit hätte alles falsch gemacht. Es ist eine Verknüpfung vieler Umstände", sagte er der "Berliner Morgenpost" zu den Problemen beim Bau des Flughafens.

Flughafen Pressemitteilungen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Air Berlin: Monopolkommission warnt vor Bevorzugung der Lufthansa
Im Ringen um die Aufteilung der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach, vor einer politisch motivierten …
Air Berlin: Monopolkommission warnt vor Bevorzugung der Lufthansa
VW will E-Bulli ab 2022 in Serie produzieren
Pebble Beach (dpa) - Volkswagen entwickelt seinen E-Bulli ID Buzz für die Serienproduktion weiter. "Er ist eine wichtige Säule in der Elektro-Offensive von Volkswagen …
VW will E-Bulli ab 2022 in Serie produzieren
Bericht: Mehr als zehn Interessenten für Air Berlin
Berlin (dpa) - Für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin gibt oder gab es offenbar deutlich mehr Interessenten als bisher bekannt.
Bericht: Mehr als zehn Interessenten für Air Berlin
Adidas arbeitet am Schuh der Zukunft
Die schnelle Vermessung des Läufers für den Wunsch-Schuh: In einer Fabrik in Ansbach nimmt die Vision von Adidas allmählich Formen an - dank Robotik und innovativen …
Adidas arbeitet am Schuh der Zukunft

Kommentare