Zu Unrecht ein Mauerblümchen: Die Risiko-Lebensversicherung

- Sie sollte auf der Prioritätenliste ganz oben stehen, führt in der Praxis aber eher ein Schattendasein: die Risikolebensversicherung. "Für alle, die Familienmitglieder versorgen müssen, ist eine Risikolebensversicherung unverzichtbar", stellt Bianca Höwe, Versicherungsexpertin beim Bund der Versicherten (BdV), fest.

Gleich nach einer privaten Haftpflicht- und einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man auf eine Risikolebensversicherung setzen, die im Todesfall die Hinterbliebenen absichert. Stattdessen schließen die meisten eine teure Kapitallebensversicherung ab -die falsche Wahl, sagen Verbraucherschützer.

Denn die Todesfallsumme bei einer Kapitallebensversicherung ist in der Regel viel zu gering. Da der Sparanteil der Police so teuer ist, bleibe nur ein viel zu geringer Betrag für die Risikosumme übrig, erklärt Höwe. Grundsätzlich sollte man Sparvertrag und Versicherungspolice nie kombinieren, da die Rendite viel zu mager ist. Auf den Risikoschutz kommt es an. Vor allem bei Familien, in denen sich die Frau um Haushalt und Kinder kümmert und der Mann das Einkommen verdient,ist - dieser besonders wichtig -gerade, wenn eine Immobilie abzubezahlen ist.

Stirbt der Mann, kann die Frau weder den Hauskredit tilgen, noch ist für den Lebensunterhalt gesorgt. Denn die gesetzliche Hinterbliebenenrente beträgt im Monat durchschnittlich 370 Euro. Genauso problematisch kann es werden, wenn die Frau verstirbt und den Mann mit den Kindern zurücklässt, so Hedwig Telkamp, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. "Man benötigt möglicherweise eine Tagesmutter oder eine Haushälterin. Auch das geht ins Geld." Deshalb sollten Paare eine Police auf "verbundene Leben" abschließen: Die Versicherungssumme dieser Riskio- Lebensversicherung wird im Ernstfall einmal ausgezahlt, gleich, wer von beiden stirbt. Der entscheidende Punkt ist die Versicherungssumme.

Als Faustregel gilt: Der monatliche Mindestbedarf ist mit 300 zu multiplizieren. Die Summe daraus ergibt die notwendige Versicherungssumme, also bei 1000 Euro im Monat wären das 300 000 Euro Todesfallschutz. "Das wäre der Idealfall, wenn man allein von den Zinsen leben möchte, ohne den Gesamtbetrag anzutasten", erklärt Telkamp.

"200 000 Euro sind aber das Minimum", sagt Höwe. Die Preisunterschiede für reine Risikopolicen sind immens. Ein 36 Jahre alter Angestellter zahlt für eine Todesfallsumme von 200 000 Euro beim günstigsten Anbieter 33,60 Euro monatlich (Ontos), beim teuersten 119,60 Euro (Aspecta). Andere günstige Anbieter sind Karstadt-Quelle oder Cosmos Direkt. Interessierte können durchaus den billigsten Anbieter wählen, ein Bedingungs- und Leistungsvergleich ist nicht nötig, "denn der Versicherungsfall -der Tod des Versicherungsnehmers -ist eindeutig", sagt Telkamp.

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Mehr Informationen zum Thema unter der Fax-Abruf 09001/25 26 65 50 40 (1 Minute 62 Cent) bis 11.11.2006. 

Gerät auf "Polling" oder "Sendeabruf" stellen, Fax-Service- Nummer wählen und Starttaste drücken. Alle neueren Geräte haben diese Funktion. 

Kein Fax? Dann senden Sie einen mit 90 Cent frankierten Rückumschlag plus 1,45 Euro in Briefmarken unter dem Stichwort "Risikolebensversicherung" an: Versandservice, Lerchenstr. 8, 86938 Schondorf.

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