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Die neue "Düsseldorfer Tabelle" zeigt: Unterhaltspflichtigen Erwerbstätigen bleibt vom kommenden Jahr an mehr von ihrem Geld.

Unterhaltszahlern bleibt mehr

Düsseldorf - Unterhaltspflichtigen Erwerbstätigen bleibt vom kommenden Jahr an mehr von ihrem Geld. Das zeigt die neue "Düsseldorfer Tabelle".

Der notwendige Eigenbedarf für Beschäftigte, die für Kinder bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig sind, wird von 900 Euro auf 950 Euro erhöht, teilte das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) gestern bei der Vorstellung der „Düsseldorfer Tabelle“ mit. Die Erhöhung um 50 Euro ergebe sich aus der Anpassung der Hartz-IV-Sätze zum Jahreswechsel, hieß es. Bei Nicht-Erwerbstätigen blieb der sogenannte Selbstbehalt bei 770 Euro.

Auch Studenten, die nicht mehr zu Hause wohnen, haben Anspruch auf mehr Geld. Der als angemessen geltende Unterhaltsbedarf steigt von 640 Euro auf 670 Euro und wird damit an den seit Oktober geltenden Bafög-Höchstsatz angepasst. Wer unterhaltspflichtig gegenüber seinen eigenen Eltern ist, etwa weil deren Rente und Pflegeversicherung zur Deckung der Kosten nicht ausreicht, darf künftig 1500 statt 1400 Euro pro Monat selbst behalten.

Eine Nullrunde müssen jedoch alle anderen unterhaltsberechtigten Kinder und Ex-Partner im kommenden Jahr hinnehmen, nachdem die Sätze im vergangenen Jahr um 13 Prozent kräftig angehoben worden waren.

Die gestern vorgestellten neuen Sätze stehen noch unter einem Vorbehalt: Der Bundesrat muss die Existenzminimum-Berichte noch akzeptieren. Sie sind eine Grundlage der Berechnungen.

Die „Düsseldorfer Tabelle“ ist mit den Familiensenaten aller deutschen Oberlandesgerichte abgestimmt und legt unter anderem die Regelsätze für den Kindesunterhalt fest. Die Tabelle hat allerdings keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Seit Anfang 2008 gilt sie bundesweit. Zuvor galt für die ostdeutschen Bundesländer die „Berliner Tabelle“. In der Tabelle aufgeführt ist der Unterhaltsbedarf, der allerdings „nicht identisch mit dem tatsächlichen Zahlbetrag ist“, heißt es in den Anmerkungen zur Düsseldorfer Tabelle. Je nachdem wie groß oder klein die Zahl der Unterhaltsberechtigten ist, können Ab- oder Zuschläge durch eine niedrigere oder höhere Gruppierung fällig werden. Das bleibt den Gerichten im Einzelfall überlassen.

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