Unterhaltungselektronik-Branche rechnet 2007 mit weiterem Wachstum

- Nürnberg - Die Unterhaltungselektronik-Branche erwartet nach einem starken Weihnachtsgeschäft auch 2007 weiteres Wachstum. "Wir gehen mit viel Zuversicht ins neue Jahr", sagte der Chef des Branchenverbandes gfu, Rainer Hecker.

Es gebe Anzeichen, dass sich die gute Nachfrage trotz der Mehrwertsteuererhöhung auch über den Jahreswechsel hinaus fortsetzen werde.

Für den Gesamtmarkt der so genannten Consumer Electronics (CE) erwartet Hecker in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs um 3 Prozent auf mehr als 22 Milliarden Euro. Im Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik (ohne Telekommunikation und Computer) rechne man sogar mit einer Steigerung um 7,5 Prozent auf mehr als 13 Milliarden Euro. Ein Drittel des Jahresumsatzes der Branche wird um Weihnachten erzielt.

"Treibende Kraft sind die Fernsehgeräte, speziell die LCD- und Plasma-Technologien", sagte Hecker. Der Absatz dieser Geräte werde 2006 mit rund 3 Millionen Stück erstmals über dem der herkömmlichen Röhrengeräte (2,5 Millionen) liegen. Beim Umsatz liegen die neuen Bildschirmtechnologien bereits weit vorne. Mit Röhren-TV werden 2006 Erlöse von noch 735 Millionen Euro erzielt, mit LCD-TV sind es schon 2,9 Milliarden Euro, mit Plasma-TV 860 Millionen Euro.

Der Durchschnittspreis aller in Deutschland verkauften Fernsehgeräte ist von 615 Euro (2005) auf 782 Euro in diesem Jahr gestiegen. Ursache sei, dass die Konsumenten markenbewusster seien und verstärkt nach großformatigen Geräten griffen, sagte der Chef des TV-Geräteherstellers Loewe. Auch für die nächsten Jahre liege hier großes Potenzial, denn bisher sei erst etwa ein Zehntel der 50 Millionen TV-Geräte in Deutschland mit den neuen Technologien ausgestattet. "Die Marktprognosen sind ausgezeichnet", sagte Hecker.

Daneben erfreuen sich nach Heckers Worten Navigationsgeräte, mobile Videoplayer sowie DVD-Recorder mit Festplatte besonderer Beliebtheit. Zu den Umsatzrennern im Weihnachtsgeschäft gehörten auch wieder die digitalen Fotokameras, von denen in diesem Jahr voraussichtlich mehr als sieben Millionen Stück verkauft werden. Der Absatz von Mobiltelefonen wird nach Heckers Angaben um 5 Prozent auf 21 Millionen Stück steigen. Notebooks warten mit einer Stückzahlsteigerung um 18 Prozent auf 2,3 Millionen auf.

In der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) sind elf führende Unternehmen der Branche zusammengeschlossen.

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