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Wenn die Rechnung liegen bleibt: Die Zahlungsmoral scheint speziell in Süddeutschland schlechter zu werde.

Unternehmen befürchten Verschlechterung der Zahlungsmoral

Hamburg - Die Zahlungsmoral sinkt. Deutsche Unternehmen müssen nach einer Studie in diesem Jahr durchschnittlich 2,8 Prozent ihrer Forderungen abschreiben.

2009 waren es danach 2,1 Prozent nicht bezahlter Rechnungen. Der Anteil der Zahlungsausfälle in 2010 liege bei Geschäftskunden (2,8 Prozent) und Privatkunden (2,6 Prozent) fast auf gleichem Niveau.

Für die Studie “Europäische Zahlungsgewohnheiten“ hat die internationale EOS Gruppe gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos nach eigenen Angaben vom Montag 2200 Unternehmen in zehn europäischen Ländern zu den Zahlungsgewohnheiten befragt.

Besonders stark von Forderungsausfällen betroffen sind laut Studie süddeutsche Unternehmen mit Geschäftskunden. Hier fielen 4,2 Prozent der Forderungen aus. “Deutschlands Süden hat mehr unter der Krise gelitten als andere Regionen. Dies liegt zum Einen sicherlich daran, dass im Süden die wichtigsten Finanzdienstleistungszentren beheimatet sind, die besonders hohe Forderungsausfälle verzeichnen mussten. Zum Anderen waren Versicherungen gefährdet sowie Handelsunternehmen mit hohem Exportanteil“, erläuterte Stephan Spieckermann, Geschäftsführer EOS Deutschland.

Das Risiko von Zahlungsausfällen im internationalen Warenverkehr bleibe weiterhin hoch. Im internationalen Vergleich gehörten die Deutschen mit zu den pünktlichsten Zahlern: 81,4 Prozent der Rechnungen an Privatkunden würden bei einem Zahlungsziel von durchschnittlich 20 Tagen pünktlich bezahlt. Am zuverlässigsten zahlten die ostdeutschen Endverbraucher (84,4 Prozent).

dpa

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